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Steckborn prüft Verdichtung um Bahnhof

Die Stadt arbeitet an der Strategie zur Innenentwicklung Steckborns und plant nach den Herbstferien einen nächsten Infoanlass.
Steckborn von oben: Laut Stadt würde sich das Gebiet hinter dem Bahnhof für eine Nachverdichtung eignen. (Bild: Olaf Kühne)

Steckborn von oben: Laut Stadt würde sich das Gebiet hinter dem Bahnhof für eine Nachverdichtung eignen. (Bild: Olaf Kühne)

(red) Eine Phase der öffentlichen Vernehmlassung ist passé, eine weitere soll folgen. Der Stadtrat von Steckborn und die Planungskommission zur Strategie zur ­Innenentwicklung arbeitet weiter an der Gesamtrevision der Kommunalplanung, worüber schliesslich die Stimmbürger an der Urne befinden werden. Zunächst soll laut Mitteilung der Stadtverwaltung nach den Herbstferien «eine Präsentation der konsolidierten Entwürfe» stattfinden.

Mit dem Prozess der Kommunalplanungsrevision ist das Unterseestädtchen schon seit längerem beschäftigt. Nachdem Stadtrat und Planungskommission im vergangenen November eine öffentliche Vernehmlassung durchführten, äusserten viele Stimmbürger Befürchtungen, etwa den Verlust der dörflichen Ausprägung und damit der Wohnqualität, zu hohe Wachstumsprognosen oder Hörigkeit gegenüber kantonalen Vorgaben. Stadtrat und Planungskommission fassen diese Rückmeldungen unter dem Titel «Keine Verdichtung um jeden Preis» zusammen.

Mögliches zweites Zentrum nebst der Altstadt

Basis für die Revision der Kommunalplanung – und damit auch für die Strategie zur Innenentwicklung – bildet der teilrevidierte kantonale Richtplan. Aufgrund der Kapazitätsberechnungen sei es eine Tatsache, dass die für Steckborn vorgegebenen Mindestdichten (Raumnutzer pro Hektare) innerhalb der heute vorhandenen Bauzonen noch lange nicht erreicht sind, teilt die Stadtverwaltung mit.

Daraus ergebe sich, dass Neu-Einzonungen von Wohn-, Misch- und Zentrumszonen (WMZ) für lange Zeit nicht möglich sein würden.

«Die Gemeinde hat vor dem Hintergrund dieser Ausgangslage die Aufgabe, im Rahmen ihrer Kommunalplanung aufzuzeigen, wie die Dichte gemäss den Festsetzungen des kantonalen Richtplans erreicht werden kann.»

Dieses Faktum sei wegweisend für die Festsetzung der Bauzonen und ihrer Höchst- und Mindestmasse.

Als möglicher Lösungsansatz bringt die Stadt erstmals das Gebiet hinter dem Bahnhof für eine potenzielle Innenentwicklung ins Gespräch.

«Das Gebiet hinter dem Bahnhof weist eine ausgeprägte Heterogenität auf und würde sich aus verschiedenen Gründen für eine Nachverdichtung eignen»

heisst es in der Mitteilung.

Es sei flach, hervorragend durch den öffentlichen Verkehr erschlossen und zentral gelegen. Der Entwurf zur Strategie habe vorgesehen, dieses Gebiet in einen urbanen Raum zu transformieren und mittels drei- bis viergeschossigen Bauten verdichtet zu bebauen. Damit soll in einem langfristigen Prozess – nebst der historischen Altstadt – ein zweites Zentrum für Steckborn geschaffen werden.

Bevölkerung kann weiteres Mal Stellung nehmen

In den vergangenen Monaten habe die neunköpfige Planungskommission unter anderem mit Stadtpräsident Roman Pulfer, Bauverwalter Egon Eggmann oder auch Vertretern aus der Bevölkerung in diversen Sitzungen die Richtplanung sowie das ­Baureglement mit Zonenplan weiter­bearbeitet.

«Es ist vorgesehen, nach Vorliegen der konsolidierten Entwürfe von Richtplan, Zonenplan, Baureglement und Planungsbericht das Gesamtpaket der Bevölkerung sowie den benachbarten Gemeinden nach den Herbstferien an einer öffentlichen Infoveranstaltung zu präsentieren.» Jedermann habe dann die Möglichkeit, die Planungsinstrumente zu prüfen und seine Haltung im Sinne einer Vernehmlassung schriftlich einzureichen.

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