Steckborn
Nach Ausscheiden von Roman Pulfer als Stiftungsratspräsident sucht der Turmhof nach neuen Stiftungsräten und blickt zurück auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr

Unterbestand im Stiftungsrat des Turmhofs Steckborn: Dafür zeigt sich die Finanzlage erfreulich, trotz eines Kulturangebots im Coronamodus. Zu tun hat das mit der Vermietung von Liegenschaften.

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Einweihung des Turmhofs Steckborn mit einer Eröffnungsfeier.

Einweihung des Turmhofs Steckborn mit einer Eröffnungsfeier.

Bild: Donato Caspari (18. August 2018)

(red) Seit kurzem sind die Gönner der Stiftung Turmhof im Besitz des Jahresberichts 2020. Wenn sich das Wohlergehen einer Körperschaft in Zahlen ausdrücken lässt, so sind hier vor allem zwei Positionen erwähnenswert: Die Stiftung konnte zu Ende des Berichtsjahres ihr Darlehen bei der Thurgauer Kantonalbank um 60'000 Franken, dasjenige bei der Stadt Steckborn um 50'000 Franken vermindern. Was vor drei, vier Jahren noch viele für einen Ritt über den Bodensee hielten, habe sich als geschicktes und gewissenhaftes Finanzgebaren herausgestellt, heisst es in einer Mitteilung der Stiftung Turmhof.

Seit dem Rücktritt von Roman Pulfer, der auch als Präsident der Stiftung Turmhof amtete, steht der Stiftungsrat ohne Vertretung der Stadt Steckborn da. Die Amtsgeschäfte werden seit Frühjahr 2021 von Vizepräsident Max Arnold geführt. Vom Stadtrat werde erwartet, dass er möglichst bald mit einer Person seiner Wahl wieder Einsitz im Stiftungsrat nimmt. Auch mit weiteren Personen sei man im Gespräch, um das ehrenamtliche Gremium wieder zu besetzen.

Max Arnold, Vizepräsident der Stiftung Turmhof.

Max Arnold, Vizepräsident der Stiftung Turmhof.

Bild: Reto Martin

Teilweise neue Aufgabenverteilung im Stiftungsrat

Nachdem im 2020 die letzten Posten der über zweijährigen Umbauzeit abgerechnet werden konnten, wurden auch die Anlage- und Baukonten aufgelöst und die Bau- und die Finanzkommission aus ihren Ämtern entlassen. Baupräsident Max Arnold und Finanzchef Heinz Kasper hätten in einer anspruchsvollen Zeit ein gewaltiges Arbeitspensum ehrenamtlich geleistet. Mit der Finanzverwaltung übernahm das neue Stiftungsratsmitglied Ingrid Schwarzer auch die Buchhaltung, welche bis dahin von einer externen Firma geführt worden war. Dasselbe geschah mit den Vermietungen und der Hausverwaltung, die fortan in den Händen von Peter Röthlisberger liegt.

Seit 1. Juni 2021 ist nun auch die letzte Wohnung des Turmhofbezirks vermietet, wie der Stiftungsrat erfreut zur Kenntnis nimmt. Die Mieterschaft der Ladenlokale im Kaufhaus und in der Alten Schmitte mussten durch die coronabedingten Einschränkungen substanzielle Umsatzeinbussen in Kauf nehmen. Der Stiftungsrat sei ihr während der kritischen Phase durch weitgehende Mietzinserlasse entgegengekommen.

Igel-Skulptur von Christoph Rütimann

Auch die Kulturanlässe mussten sich 2020 dem Diktat der Pandemie beugen und wurden in globo abgesagt. Dasselbe gilt für Anfang 2021. Immerhin machte der Müllheimer Künstler Christoph Rütimann auf der Reise durch die Schweiz mit seiner Igel-Skulptur für drei Wochen Station vor dem Turmhof.

Und schliesslich konnte das Haus zur Glocke dank der Lockerungen drei Veranstaltungen ins Turmhof-Foyer verlegen: die Ausstellung «ArtCouture» mit einer Modenschau auf dem Turmhofplatz vom 8. bis 10. Juli, «Literatur am Untersee» am kommenden 18./19. September sowie eine Lesung von Osama al Shahmani am 26. September.

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