Steckborn
«Möglichst lange ein selbstbestimmtes und sicheres Leben führen»: Anlaufstelle hilft bei Fragen zum Thema Alter weiter

Seit Dienstag findet sich in Steckborn eine Anlaufstelle für das Thema Alter, welche dienstags und freitags geöffnet hat. Betreut werden Ratsuchende von Gerontologe Carsten Niebergall oder Sozialarbeiter Urs Gut.

Christof Lampart
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Stadtrat Franz Reithofer und der Betreuer der Anlaufstelle Alter, Carsten Niebergall, freuen sich über die nun erfolgte Eröffnung.

Stadtrat Franz Reithofer und der Betreuer der Anlaufstelle Alter, Carsten Niebergall, freuen sich über die nun erfolgte Eröffnung.

Bild: Christof Lampart

Bereits vor vier Jahren setzte der Stadtrat Steckborns unter dem damaligen Stadtpräsidenten Roger Forrer eine Arbeitsgruppe «Alterskonzept» ein. Mitte 2018 wurde dieses der Bevölkerung vorgestellt. Eines der Hauptanliegen: eine Anlaufstelle für Altersfragen. War damals noch vorgesehen, diese beim Einwohneramt zu integrieren, so befindet sich die Plattform nun an der Kirchgasse 17. Dabei handelt es sich um ein kostenloses Angebot, über das sich die Einwohnerinnen und Einwohner von Steckborn zu Themen wie Wohnen im Alter, Entlastungsmöglichkeiten, Betreuung und Pflege, Gesundheitsförderung, Freiwilligenarbeit oder auch digitale Angebote informieren können.

Hauptaufgabe: Kontakte vermitteln

Geöffnet ist die «Anlaufstelle Alter» am Dienstag von 16 bis 18 Uhr und am Freitag von 10 bis 12 Uhr. Neben einem grossen Tisch mit vielen Flyern finden die Ratsuchenden und ihre Bezugspersonen auch vor Ort Unterstützung. Denn entweder sind der Gerontologe Carsten Niebergall oder der pensionierte Sozialarbeiter Urs Gut vor Ort, um mit Rat und Tat zu helfen. Ein Kaffee oder ein Schwatz liegt auch drin, genauso wie kleinere Verrichtungen vor Ort. Niebergall sagt:

«Wenn jemand wissen möchte, wie er sein Covid-19-Zertifikat aufs Smartphone bekommt, dann kann man schnell und unkompliziert helfen.»

Für ihn ist jedoch klar: «Wir konkurrieren mit keinen Dienstleistern, sondern wollen Kontakte weitervermitteln. Was wir machen, dient in der Regel der Bedürfnisabklärung, der Triage.»

Auch Stadtrat Franz Reithofer (SP) freute sich über die Eröffnung: «Die Anlaufstelle Alter tut Steckborn gut, denn sie ist niederschwellig und trägt dazu bei, dass alle Menschen in der Gemeinde möglichst lange ein selbstbestimmtes und sicheres Leben in den eigenen vier Wänden führen können.» Fürs erste Jahr hat Steckborn 4000 Franken für den Betrieb der Anlaufstelle budgetiert. Hinzu kamen noch ein paar Franken für den Druck der Prospekte für das Angebot. In einem Jahr wird eine erste Bilanz über die Anlaufstelle Alter gezogen und über den Weiterbestand des Angebots entschieden werden.