Schlatter Rechnung: Stattlicher Gewinn statt Verlust

Die Jahresrechnung der politischen Gemeinde Schlatt schliesst mit einem Überschuss von gut einer Viertelmillion Franken ab. Die Stimmberechtigten sprachen sich zudem dafür aus, eine Gemeindearbeiter-Stelle zu schaffen.

Thomas Brack
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Gemeindepräsidentin Marianna Frei führt souverän durch die Gemeindeversammlung. (Bild: Thomas Brack)

Gemeindepräsidentin Marianna Frei führt souverän durch die Gemeindeversammlung. (Bild: Thomas Brack)

«Wir freuen uns, dass die Jahresrechnung 2018 mit einem Gewinn von 252'489 Franken abschliesst», sagte Gemeindepräsidentin Marianna Frei zu den insgesamt 69 Stimmberechtigten, die am Dienstagabend zur 43. Gemeindeversammlung erschienen waren.

Einem Aufwand von gut 4,8 Millionen Franken stand ein Ertrag von rund 5 Millionen Franken gegenüber, was zum oben erwähnten Ertragsüberschuss führte. Budgetiert gewesen war ein Verlust von 12'500 Franken. Umso freudiger genehmigten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger eine Aufstockung des Eigenkapitals um den erzielten Gewinn, sodass sich das Eigenkapital der Gemeinde neu auf gut 1,3 Millionen Franken beläuft.

Budget nicht voll ausgeschöpft

Als Gründe für den positiven Abschluss nannte Gemeinderätin und Finanzreferentin Dominique Bossert zusätzliche Erträge bei den Gewinnsteuern der juristischen Personen früherer Jahre und mehr Erträge bei den Grundstückgewinnsteuern. Positiv zu Buche schlug auch, dass im Bereich der sozialen Sicherheit das Budget nicht voll ausgeschöpft werden musste.

Einige Finanzkennzahlen verdeutlichten das Bild der grundsoliden finanziellen Lage der Gemeinde: So liege anstelle einer Verschuldung ein Nettovermögen vor, der Selbstfinanzierungsgrad sei bei den getätigten Investitionen im vergangen Jahr bei 93 Prozent beinahe ideal und der Zinsbelastungsanteil von 0,05 Prozent befinde sich auf gutem Niveau. Bei diesen Zahlen überraschte es nicht, dass die Stimmberechtigten anschliessend die Jahresrechnung 2018 einstimmig genehmigten.

Für neue Stelle

Zu diskutieren gab der Vorschlag des Gemeinderats, ob die bisher von 14 Personen geleisteten 1248 Arbeitsstunden neu von einem Gemeindearbeiter verrichtet werden sollten. Dies entspräche in etwa einer 65-Prozent-Stelle. Mit den nicht abgedeckten Arbeiten kämen weitere 25 Prozent dazu, sodass eine 90-Prozent-Stelle geschaffen würde.

Bei der Anschaffung von teuren Maschinen regte alt Gemeindepräsident Kurt Engel die Zusammenarbeit mit Diessenhofen oder Basadingen-Schlattingen an. Bei einer Konsultativabstimmung befürworteten 60 Anwesende eine Gemeindearbeiter-Stelle. (tb)

Einstimmig als Bürgerin von Schlatt aufgenommen, wurde Regina Möckli. Sie verbrachte Kindheit und Jugend im Schlattertal. Durch Heirat erhielt sie ein anderes Bürgerrecht, doch hängt ihr Herz an Schlatt, wo sie auch wohnhaft ist. Die Gemeinde nahm sie gerne wieder in ihren Reihen auf.

Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde dem Antrag des Gemeinderats zugestimmt, die Strassenparzellen Nummer 87 und 98 in das Gemeindestrassennetz der politischen Gemeinde zu übernehmen. Begründet wurde das Gesuch damit, dass diese Strassen als Zu- und Wegfahrt zum Entsorgungsplatz «Bächli» am Mittwoch und Samstag jeweils durch die Allgemeinheit stark genutzt würden.

Schlatt hat eine rote Null vor Augen

An der Bechtelistag-Budgetgemeindeversammlung hat das Stimmvolk dem Gemeinderat sein Vertrauen geschenkt. Erstmals budgetierte die Gemeinde keinen Ertrag aus dem Finanzausgleich mehr.
Thomas Güntert