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Startschuss für die ersten 121 Millionen Franken: Der Bund baut das Auenfeld in Frauenfeld zum zweitgrössten Waffenplatz der Schweiz aus

Grundsteinlegung am Freitagvormittag: Mit der Sanierung und dem Ausbau des Waffenplatzes Auenfeld endet 2023 die militärische Nutzung der Stadtkaserne. Stadt und Kanton freuen sich über die Investitionen aus Bern.
Mathias Frei
Blick auf die Grossbaustelle mit dem Kommandoposten, der um drei Etagen aufgestockt wird. (Bild: PD)

Blick auf die Grossbaustelle mit dem Kommandoposten, der um drei Etagen aufgestockt wird. (Bild: PD)

Der Bund hat am Freitagvormittag die «Thurgauer Zeitung» versenkt – im Rahmen einer Grundsteinlegung ist eine Ausgabe vom 18.Oktober im Fundament der Grossbaustelle auf dem Waffenplatz Auenfeld einbetoniert worden.

Das sind finanzielle Dimensionen der anderen Art: Der Bund will in den kommenden 15 Jahren rund 350 Millionen Franken in den Armeestandort Frauenfeld investieren. Für die ersten 121 Millionen ist nun der Startschuss gefallen. Dieses im Immobilienprogramm 2016 gesprochene Geld verbaut die Armasuisse im Auftrag des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) in der ersten Sanierungs- und Ausbauetappe im Auenfeld.

Grundsteinlegung als untrügliches Zeichen

Anders Stokholm, Stadtpräsident. (Bild: Andrea Stalder)

Anders Stokholm, Stadtpräsident. (Bild: Andrea Stalder)

Ebenso relevant wie die Investitionen des Bundes ist für die Stadt aber auch, dass sich damit die Planungen der Armee betreffend Rückzug aus der Stadtkaserne weiter konkretisieren. «Die Grundsteinlegung ist ein untrügliches Zeichen, dass bislang militärisch genutzte Areale im Stadtzentrum und Richtung Autobahn freigespielt werden», sagt Stadtpräsident Anders Stokholm. Daraus ergebe sich für die Stadt Handlungsbedarf.

«Aber auch Handlungsmöglichkeiten, was für uns spannend wird.»

Es sei weiterhin beabsichtigt, dass die militärische Nutzung der Stadtkaserne im Verlaufe des Jahres 2023 ende, bestätigt Margrit Schwaller von Armasuisse.

Eine Visualisierung: rechts der aufgestockte Kommandoposten. (Bild: PD)

Eine Visualisierung: rechts der aufgestockte Kommandoposten. (Bild: PD)

Die erste von vier Bauetappen soll bis Ende 2023 fertiggestellt sein und umfasst einen Ersatzneubau für das Verpflegungszentrum, einen Neubau für das regionale medizinische Zentrum, ein zusätzliches Unterkunftsgebäude, drei neue Ausbildungshallen sowie die Aufstockung des bestehenden Kommandogebäudes. Als Architekturbüro zeichnet Baumschlager/Eberle aus St.Gallen verantwortlich. Gebaut wird massiv und nach Minergie-Eco-Standard. Alle Dächer bekommen zur Stromproduktion Fotovoltaikanlagen, die komplette Heizwärme liefert das nahe Rechenzentrum. Aktuell sind 50 Prozent der Arbeiten ausgeschrieben.

«Dank der grossen Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmungen konnten die Aufträge grösstenteils in der Region vergeben werden.»

Cornelia Komposch, Regierungsrätin. (Bild: Andrea Stalder)

Cornelia Komposch, Regierungsrätin. (Bild: Andrea Stalder)

Stadtpräsident Stokholm freut sich, dass das Auenfeld zum zweitgrössten Waffenplatz der Schweiz ausgebaut. Auch die zuständige Regierungsrätin Cornelia Komposch spricht von einer sehr positiven Entwicklung für den Kanton Thurgau, welcher dem Militär traditionell wohlgesinnt sei. Die Aufwertung stärke auch die Wertschöpfung für die regionale Wirtschaft, meint Komposch. Und Stokholm ergänzt, dass alleine für Essen und Trinken drei bis vier Millionen Franken der Region zukommen würden. Zudem stärke der Waffenplatz-Ausbau die seit über 150 Jahren wichtige Stellung der Armee in Frauenfeld.

Das Verpflegungszentrum in einer Visualisierung. (Bild: PD)

Das Verpflegungszentrum in einer Visualisierung. (Bild: PD)

Auenfeld-Kapazität steigt auf 1600 Personen

Mit der ersten Bauetappe steigt die Kapazität von heute 700 Personen auf 1300 Personen an. In der Stadtkaserne sind laut Margrit Schwaller derzeit noch rund 500 Angehörige der Armee untergebracht. Im Endausbau können im Auenfeld 1600 Personen untergebracht werden. Nebst dem Rückzug aus der Stadtkaserne werden in Frauenfeld das bestehende Zeughaus und das Dienstwagencenter geschlossen. Zugleich gehen Armeestandorte in den Kantonen Zürich und Waadt zu oder werden verkleinert.

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