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Starkoch Anton Mosimann im Thurgau ausgezeichnet

Der Verband GastroSuisse vergibt im Thurgau erstmals die «Flamme de l’accueil». Empfänger ist der wohl bekanntes Schweizer Koch, der auch für die britische Queen hinter dem Herd steht: Anton Mosimann.
Sebastian Keller
Anton Mosimann freut sich über die Auszeichnung, die er von GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer erhält. (Bild: Donato Caspari)

Anton Mosimann freut sich über die Auszeichnung, die er von GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer erhält. (Bild: Donato Caspari)

Die Gastgeber der Schweiz sind zu Gast im Thurgau. Und hier feiert GastroSuisse gleich zwei Premieren. Der Verband, der die Interessen von Restaurants und Hotels vertritt, ruft den 1. Tag der Schweizer Gastfreundschaft aus und verleiht erstmals die «Flamme de l’accueil».

Schauplatz der Doppelpremiere ist das Amriswiler Pentorama. Mehrere hundert Delegierte aus dem ganzen Land haben sich angemeldet.
Empfänger der ersten Flamme ist der wohl berühmteste Schweizer, der im Alltag eine Kochbluse trägt: Anton Mosimann. Vorgestellt als Starkoch und «Lieblingskoch des britischen Königshauses». «Und trotzdem», rühmt GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer, «ist er einer von uns geblieben». Der Preis soll Persönlichkeiten auszeichnen, die mit Leidenschaft für das Gastgewerbe brennen.

«Jetzt bin ich sprachlos», sagt Mosimann auf der Pentorama-Bühne, richtet seine farbige Fliege, atmet durch und sagt: «Das ist eine wunderbare Auszeichnung, ich bin geehrt.» Der «Pokal», wie ihn der 72-jährige Starkoch nennt, finde einen «Ehrenplatz» neben dem Order of British Empire, den er 2004 von der Queen erhalten hatte. Der Koch mit Fliege stellt diverse Exponate seines Lebens in einem Museum am Genfersees aus.

«Bilden Sie Lehrlinge aus»

Einen Anknüpfungspunkt zum Genfersee finden sich auch bei den Worten von Casimir Platzer. Der GastroSuisse-Präsident spielt einen Film aus dem Jahr 1936 ab, in dem eine Art Roboter Charlie Chaplin Häppchen in den Mund schiebt. «Aber», sagt Platzer, «über 80 Jahre nach diesem Film sind wir immer noch ein People-Business.» Bauchweh bereiten der Gastrobranche ebenfalls Menschen, allerdings die fehlenden. «Der Fachkräftemangel ist unsere grösste Sorge», sagt Platzer, der das Belle Epoque Hotel Victoria in Kandersteg leitet. Deshalb appelliert der Berner Oberländer an seine Kollegen: «Bilden Sie Lehrlinge aus, auch wenn sie in den letzten Jahren darauf verzichtet haben.»

Doch die Gastrobranche plagen nicht nur Sorgen, auch erfreuliche Nachrichten vermeldet der Präsident: In der Restauration wurde innerhalb eines Jahres fast 10000 neue Stellen geschaffen; die Beschäftigtenzahl sei mit 261 000 auf dem höchsten Stand seit 2010.

Keine Freude hat die Branche allerdings an einem «neuen Haustier, das alle gastgewerblichen Unternehmen vom Staat geschenkt bekommen haben». Platzer nennt es einen «riesigen Papiertiger» namens Stellenmeldepflicht. Zur Erinnerung: Seit dem 1. Juli müssen Branchen mit hoher Arbeitslosenquote offene Stellen zuerst dem RAV melden, bevor sie diese öffentlich ausschreiben dürfen. Unter den meldepflichtigen Berufsarten findet sich das Küchenpersonal. Dazu zählt ein Hilfs- ebenso wie ein Chefkoch. Das stört die Branche, sie fordert eine Überarbeitung der Berufsnomenklatur. «Diese läuft im Moment», sagt Platzer, spricht aber von weiteren «notwendigen Korrekturen».

«Thurgauer Regierung kehrt gerne ein»

Die Thurgauer Regierungspräsidentin Cornelia Komposch will der Branche kein weiteres staatliches Haustier aufbrummen. Sie hat ein Bekenntnis und aufmunternde Worte im Gepäck. Zum Bekenntnis: «Die Thurgauer Regierung kehrt gerne ein», sagt Komposch und schwärmt von «Gaumenfreuden». Dann zu den aufmunternden Worten: «Ihre Branche», sagt Komposch, «wird in der schnellen und digitalisierten Welt an Bedeutung gewinnen». Die Regierungspräsidentin unterlässt es nicht, die Werbetrommel zu rühren. Der Thurgau sei «unspektakulär spektakulär, nur wisse das der Rest der Schweiz «noch zu wenig».

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