Glosse

ResTZucker: Stark bleiben und verzichten

«Ein Doppelmandat kommt für mich nicht in Frage. Beim Kanton und gleichzeitig beim Bund auf der Gehaltsliste zu stehen, ist sicher verlockend, aber es birgt auch Gefahren», sagt der Arnold Schnyder.

Thomas Götz
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Kaberettist Thomas Götz als parteiloser Nationalrat Arnold Schnyder.

Kaberettist Thomas Götz als parteiloser Nationalrat Arnold Schnyder.

Bild: Andrea Stalder

Der parteilose Nationalrat Arnold Schnyder hat bei den Kantonsratswahlen im März auf eine weitere Kandidatur verzichtet. Er möchte sich auf sein Nationalratsmandat konzentrieren.

Nun hat der Thurgauer Generalstaatsanwalt Stefan Haffter dem parteilosen Nationalrat Arnold Schnyder das Angebot gemacht, bis juristische Klarheit herrscht, den wegen Wahlbetrugs unbesetzten Sitz im Grossen Rat interimistisch zu übernehmen. Schnyder lehnte mit folgender Begründung ab:

«Ein Doppelmandat kommt für mich nicht in Frage. Beim Kanton und gleichzeitig beim Bund auf der Gehaltsliste zu stehen, ist sicher verlockend, aber es birgt auch Gefahren. Es besteht die Gefahr von Imageverlust, Vetternwirtschaft und aufkommenden Verschwörungstheorien. Da gilt es, ‹stark bleiben› und verzichten. Klar könnte ich auch sagen, ich erledige die Arbeit in meiner Freizeit, aber Freizeit-Politiker haben wir mehr als genug. Ausserdem wüsste ich nicht wohin mit dem Geld, ich habe alles, was ich brauche. Natürlich, ich könnte das Geld an die von Corona gebeutelten Kulturschaffenden verschenken, aber damit würde ich dem Kulturamt zuvorkommen.»

Am nächsten Montag tritt Urs Martin in die Fussstapfen von Jakob Stark und Walter Schönholzer feiert Premiere in seiner Rolle als Regierungspräsident. Jedes vierte Parlamentsmitglied hat Walter Schönholzer nicht zum Regierungspräsidenten gewählt. Bei diesem Resultat handelt es sich sicher nicht um Wahlfälschung, aber trotzdem wirft auch dieses Wahlergebnis Fragen auf.

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