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Ständerats-Wahlkampf: Graf-Litscher bringt Schläfli für die SP ins Spiel

SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher verzichtet auf eine Ständeratskandidatur im Herbst. Stattdessen soll Parteipräsidentin Nina Schläfli ins Rennen gehen. Diese fühlt sich geehrt und will es sich überlegen.
Silvan Meile
Ständeräte debattieren am Dienstag, 12. Maerz 2019, im Bundeshaus. (Key/Anthony Anex)

Ständeräte debattieren am Dienstag, 12. Maerz 2019, im Bundeshaus. (Key/Anthony Anex)

Die Sozialdemokraten stellen sich Jakob Stark in den Weg. Der SVP-Regierungsrat soll im Herbst nicht kampflos als Nachfolger von Parteikollege Roland Eberle in den Ständerat einziehen können. Doch die aussichtsreichste SP-Kandidatin winkt ab. «Ich verzichte auf eine Ständeratskandidatur», sagt Nationalrätin Edith Graf-Litscher. Im nächsten Atemzug bringt sie aber gleich die 29-jährige Kantonalpräsidentin Nina Schläfli ins Spiel. «Sie ist die ideale Ständeratskandidatin. Ich werde sie zur Nomination vorschlagen.» Die Genossen nominieren an der extra dafür einberufenen Versammlung vom 25. Mai.

«Ich fühle mich geehrt», sagt Nina Schläfli auf den Vorschlag von Graf-Litscher angesprochen. Sie werde sich «ernsthaft Gedanken machen». Eine definitive Zusage will sie noch nicht abgeben und verweist darauf, dass innerhalb der SP noch Bewerbungen möglich seien.

SP, Grüne und GLP fordern Stark heraus

Nach dem Rücktritt von Roland Eberle (SVP) wird im Herbst ein Thurgauer Ständeratssitz frei. Unbestritten ist die Wahl von Brigitte Häberli (CVP) als Bisherige. Die SVP nominierte Regierungsrat Jakob Stark als möglichen Nachfolger Eberles. Er setzte sich parteiintern als Kandidat gegen Nationalrat Markus Hausammann durch.

Nach dem Verzicht der FDP, jemanden ins Ständeratsrennen zu schicken, zeichnet sich ab, dass die SP, die Grünen und die GLP der SVP den Ständeratssitz streitig machen werden. Nebst Schläfli werden Kurt Egger (Grüne) und Ueli Fisch (GLP) als mögliche Kandidaten fürs Stöckli gehandelt. Ihr gemeinsames Ziel dürfte sein, einen zweiten Wahlgang zu erzwingen und dann allenfalls eine gemeinsame Lagebeurteilung zu machen.

Im Herbst wird auch der Nationalrat gewählt. Seit 2005 ist Graf-Litscher für die Thurgauer SP in der Grossen Kammer. «Ich kandidiere für weitere vier Jahre», sagt sie. Noch ungeklärt ist die Frage möglicher Listenverbindungen. Die SP dürfte primär daran interessiert sein, die Zusage der Grünen zu bekommen, damit der linke Sitz im Thurgau gesichert ist. «Erste Gespräche sind positiv verlaufen», sagt Graf-Litscher. «Bei einer gemeinsamen Listenverbindung mit den Grünen werden wir auch einen gemeinsamen Ständeratswahlkampf betreiben», sagt die Nationalrätin. Auch mit den Grünliberalen würden Gespräche stattfinden und sogar die Idee einer grossen Listenverbindung von der SP über GP, GLP bis zur CVP, EVP und BDP, sei nicht vom Tisch.

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