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Ständerat: Zweikampf in der Thurgauer SVP

Bei der Thurgauer SVP kommt es zu einer internen Ausscheidung für die Nomination in den Ständerat. Sowohl Nationalrat Markus Hausammann als auch Regierungsrat Jakob Stark wollen ins Stöckli.
Silvan Meile
Markus Hausammann und Jakob Stark an einem Podium der SVP in Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)

Markus Hausammann und Jakob Stark an einem Podium der SVP in Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)

Alles oder nichts. Markus Hausammann schlägt einen konsequenten Weg ein. Der Nationalrat und Landwirt aus Langrickenbach setzt seine ganze politische Karriere auf eine Karte. «Ich will Ständerat werden», sagt er. Der Thurgauer Bauernpräsident sitzt die zweite Legislatur für die SVP im Nationalrat. Dieses Amt versucht er nicht abzusichern, indem er als Bisheriger nochmals für die grosse Kammer kandidiert. «Ich brauche nicht den Fünfer und das Weggli», sagt der 54-Jährige. So sei sein Bemühen, Ständerat zu werden, viel glaubwürdiger.

An der parteiinternen Nominationsversammlung der Thurgauer SVP vom 19. Februar 2019 kommt es zum Duell zwischen zwei Top-Kandidaten. Denn auch Regierungsrat Jakob Stark will Ständerat werden, wie die Partei in der Nacht auf Freitag nach einer Sitzung des Kantonalvorstands mitteilte. Die Delegierten müssen entscheiden, wen sie ins Rennen um die Nachfolge des zurücktretenden Roland Eberle schicken. «Der Kantonalvorstand ist hoch erfreut, dass sich zwei kompetente Persönlichkeiten der Partei zur Verfügung stellen und bereit sind, mit voller Kraft für die Interessen der Thurgauer Bevölkerung in Bern zu kämpfen», schreibt die SVP in ihrer Mitteilung.

Hausammann schliesst Regierungsrat aus

Hausammanns Gegenspieler ist ein verdienstvoller SVP-Vertreter. «Ich bin hoch motiviert, in das letzte Abenteuer meiner politischen Laufbahn zu starten», sagt Regierungsrat Jakob Stark. Der 60-Jährige blickt derzeit auf zwölf Jahre als Regierungsrat in drei Departementen zurück. Das gewährte ihm tiefe Einblicke in so wichtige wie unterschiedliche Themenbereiche. Das lehrte ihn auch politisches Taktieren. Das Amt als Ständerat könne mit einem Pensum von 60 Prozent bewältigt werden. Das traue er sich für zwei Legislaturen beziehungsweise acht Jahre zu. «Ich strebe nicht noch zahlreiche andere Mandate an, sondern würde mich auf den Ständerat konzentrieren.» Ob er bei einer Nichtberücksichtigung an der parteiinternen Nominationsversammlung nochmals als Regierungsrat antrete, entscheide er zu einem anderen Zeitpunkt.

Könnte Hausammann Regierungsrat werden, falls Stark das Rennen macht? «Nein, das ist für mich kein Thema», sagt Hausammann. Falls es nicht klappe, habe er weiterhin auf seinem Bauernbetrieb zu tun. Für die Fortsetzung seiner politischen Karriere hat er aber Argumente. «Ich bin in der Berner Politik und der Bundesverwaltung bereits gut vernetzt, nicht zuletzt als Präsident der Finanzkommission.» Und er könne seine Stärken als Brückenbauer und Sachpolitiker im Ständerat besser ausspielen.

Ein Handicap auf der Nationalratsliste

SVP-Kantonalpräsident Ruedi Zbinden betonte oft, dass seine Partei eine Auswahl an möglichen Ständeratskandidaten präsentieren will. Nun ist der Partei auf der Nationalratsliste ein Bisheriger abhanden gekommen. Solche sind aber wichtig, um den dritten Nationalratssitz in den eigenen Reihen zu halten. Letztes Mal stieg deshalb Hansjörg Walter als Stimmenmagnet nochmals ins Rennen, um zwei Jahre später Diana Gutjahr den Stuhl im Nationalratssaal zu überlassen. «Wir haben Markus Hausammanns Entscheid, dass er alles auf eine Karte setzen will, akzeptiert», sagt Zbinden. Nebst den beiden Interessenten für den Ständerat hat die SVP nun auch die Nationalratsliste für die Wahlen im Herbst 2019 bekannt gegeben. Hinter Verena Herzog und Diana Gutjahr als Bisherige sind die vier neuen Kandidaten alphabetisch in die Liste eingefügt worden. «Die Thurgauer SVP weiss 360 Tagen vor den Wahlen, was sie will», freut sich Zbinden.

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