Stadtrat von Diessenhofen erwägt die Verlegung der Schutzzone Gries

Die bauliche Sanierung der Grundwasserschutzzone wäre zu aufwendig. Auch das traditionelle Rheinfest der Pontoniere wäre kaum in Übereinstimmung zu bringen mit einem revidierten Reglement.

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Die Grieswiese am Rhein in Diessenhofen.

Die Grieswiese am Rhein in Diessenhofen.

(Bild: Nana do Carmo, 21.Juli 2011)

(red) Die Grundwasserschutzzone Gries entspricht nicht den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das teilt der Diessenhofer Stadtrat mit. Deshalb hat er eine Überprüfung der Schutzzone in Auftrag gegeben. Dabei hat er festgestellt, dass bei der Sanierung der Grundwasserschutzzone Gries viel Arbeit und somit auch hohe Investitionen auf die Stadtgemeinde zukommen.

Die Geisslibachmündung in den Rhein bei tiefem Wasserstand.

Die Geisslibachmündung in den Rhein bei tiefem Wasserstand.

(Bild: PD)

Zum Beispiel gibt es zahlreiche Entwässerungsanlagen und Kanalisationsleitungen, an die erhöhte Anforderungen gestellt werden. Nebst baulichen Massnahmen sind auch für die Bevölkerung entscheidende Schritte absehbar. Das Rheinfest der Pontoniere ist mit dem jetzigen Schutzzonenreglement kaum in Übereinstimmung zu bringen. Die Nutzung der Geisslibachmündung als Bootshafen und die beiden nur unweit liegenden Hochwasserentlastungen des Abwasserpumpwerks bergen zudem Konfliktpotenzial. Statt die Schutzzone zu sanieren, zieht der Stadtrat in Betracht, die Grundwasserfassung Gries zur Chlosterlinde zu verlegen. Probebohrungen und ein Pumpversuch stehen bald an. Sollten die Ergebnisse weiterhin positiv bleiben, wird in der Investitionsrechnung ein Betrag für die Verlegung vorgesehen.

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