Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Stadt mit ausreichend Durchblick: In Frauenfeld gibt es seit kurzem sechs Optikergeschäfte

In Frauenfeld braucht es jährlich etwa 3000 neue Brillen. Reicht dieser Absatz für mittlerweile sechs Optikergeschäfte?
Mathias Frei
Eine trendige Brille. (Bild: PD)

Eine trendige Brille. (Bild: PD)

Frauenfeld muss die Stadt der Brillenträger sein. Mittlerweile gibt es sechs Optikergeschäfte in der Innenstadt. Die beiden alteingesessenen Anbieter Brillenstudio Birrwyler und Schreiber Optik trennen 300 Meter Luftlinie. Wer vom Rathausplatz durch die Begegnungszone flaniert, kommt auf 150 Metern an drei verschiedenen Optikerschaufenstern vorbei. Da hat man definitiv genügend Durchblick.

Wo früher die Weltbild-Buchhandlung war

«bf Optic neu in Frauenfeld»: So titelte kürzlich eine Frauenfelder Gratiszeitung. Geschäftsführerin des neuesten Optikergeschäfts am Platz ist die Optometristin Naile Redjepi-Musliu. Sie verkauft seit Anfang November dort Brillen, wo zuletzt die Weltbild-Buchhandlung daheim war. Danach war das Ladenlokal an der Zürcherstrasse mitten in der Altstadt eine Zeit lang leer. Das Angebot bewegt sich laut der Geschäftsführerin im mittleren Preissegment. Redjepi-Musliu sagt:

«Wir hätten in Frauenfeld nicht eröffnet, wenn wir nicht sicher wären, dass eine Nachfrage besteht.»

In Frauenfeld muss die Nachfrage gross sein. Anfang 1981 hat Richard Schreiber am Kreuzplatz ein Optikergeschäft eröffnet, Schreiber Optik. Nach zehn Jahren bezog er ein grösseres Ladenlokal am Holdertor. Er rechnet überschlagsmässig vor, wie hoch der Brillenbedarf der Frauenfelder Bevölkerung ungefähr ist. Bei 25000 Einwohnern trägt etwa jeder zweite eine Brille. Jüngere Leute wechseln ihre Brille etwa alle drei Jahre, ältere Brillenträger etwa alle fünf Jahre. So kommt man auf einen Absatz von etwa 3000 Brillen jährlich. Nicht eingerechnet sind hierbei Kunden aus der Region Frauenfeld. Schreiber sagt:

«Es hat sicher nicht zu wenig Optiker in Frauenfeld.»

Gute Qualität und Dienstleistung koste etwas, stellt er fest. Für Optikergeschäfte sei die Entwicklung nicht komplett anders als für den Detailfachhandel im Allgemeinen, sagt Schreiber. Heisst: Ketten mit Günstigangeboten, der Online-Handel und in Grenznähe auch der Einkaufstourismus stellen die grossen Herausforderungen für die Fachgeschäfte dar. Das zweite Traditionsgeschäft in Frauenfeld ist das Brillenstudio Birrwyler, 1975 gegründet, in der Vorstadt daheim, seit 1985 mit einer Filiale in Aadorf. Bei Birrwyler will man sich auf Anfrage zur Zahl der Optikergeschäfte in Frauenfeld nicht äussern.

Zeitnahe Wiedervermietung ist wichtig

Konkret zur Optikerbranche kann sich Elisabeth Steiner, Vizepräsidentin von TG-Shop, dem Thurgauer Dachverband der Detailfachhandelsgeschäfte, nicht äussern. Sie ist Brillenträgerin und kauft ihre Modelle nur bei Fachgeschäften in der Frauenfelder Innenstadt ein. Für die IG Frauenfelder Innenstadt (IG Fit) sei es wichtig, dass leer stehende Ladenlokale zeitnah wieder vermietet werden könnten, am besten an Geschäfte mit einer gewissen Kundenfrequenz, sagt Steiner als IG-Fit-Vizepräsidentin. Und was sagt der Schweizerische Berufsverband für Augenoptik und Optometrie (SBAO) dazu:

«Der Anteil der Marktteilnehmer in der Schweiz scheint stabil zu sein.»

Das sagt Verbandssekretärin Marion Beeler-Kaupke. Von gewissen Ketten seien aber Expansionsbestrebungen festzustellen. «Ohne Fachgeschäfte verlieren wir viel Fachkompetenz», gibt sie zu bedenken. Deshalb sei es der falsche Fokus, nur auf den Preis zu achten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.