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Stadt Frauenfeld sieht kaum Handlungsbedarf bei der Vereinsjugendarbeit

Die Stadt will sich nicht in Interna von Frauenfelder Vereinen einmischen. Sie erhöht die finanzielle Unterstützung pro anspruchsberechtigtes Vereinsmitglied.
Samuel Koch
Der Radball-Verein Frauenfeld beim Training. (Bild: Donato Caspari)

Der Radball-Verein Frauenfeld beim Training. (Bild: Donato Caspari)

Etwas mehr Geld, gleichbleibende ideelle Unterstützung: So lässt sich die Beantwortung des Stadtrates auf die Einfache Anfrage mit dem Titel Vereinsjugendarbeit von Christa Zahnd und Christoph Keller zusammenfassen.

Christa Zahnd, Gemeinderätin SVP. (Bild: PD)

Christa Zahnd, Gemeinderätin SVP. (Bild: PD)

Die beiden SVP-Gemeinderäte verlangten mit ihrem Vorstoss Antworten des Stadtrates sowohl zur finanziellen Unterstützung durch umliegende Gemeinden, aber auch zu einem allfälligen regionalen Finanzierungsmodell analog zum Kulturpool der Regio Frauenfeld. Zudem schlugen sie vor, den städtischen Beitrag pro Mitglied in Frauenfelder Vereinen von derzeit 35 auf neu 40 Franken pro Jahr zu erhöhen.

Erhöhter Beitrag für jedes Mitglied pro Jahr ab 2020

Christoph Keller, Gemeinderat SVP. (Bild: PD)

Christoph Keller, Gemeinderat SVP. (Bild: PD)

Dem Vorschlag für eine höhere monetäre Unterstützung kommt der Stadtrat nach, wie er nun in seiner Beantwortung schreibt. Bereits im Budget 2020 hat er deshalb als «zukunftsgerichtete Investition und Anerkennung an die wertvolle Arbeit in den Vereinen» eine Erhöhung um fünf Franken pro Vereinsmitglied vorgesehen. Somit steigt die jährliche Unterstützung für die Vereine und ihre rund 1300 anspruchsberechtigten Jugendlichen im Alter von zehn bis 20 Jahren von 44625 Franken im Rechnungsjahr 2018 um zirka 6500 Franken.

«Die Vereinsjugendarbeit ist ein wichtiger Pfeiler in der sozialen und gesellschaftlichen Entwicklung von Frauenfeld», legitimiert der Stadtrat die Mehrausgaben. Zudem wäre dieses Engagement ohne Freiwilligenarbeit nicht möglich.

Ganze Vereinsarbeit profitiert von Auswärtigen

Bezüglich der beiden anderen Fragen zur Beteiligung der Regio-Gemeinden sieht der Stadtrat hingegen «keinen politischen Handlungsbedarf». Einerseits liege die Anzahl auswärtiger Jugendlicher trotz Umfragen nicht in absoluten Zahlen vor. Andererseits könnten auswärtige Vereinsmitglieder gar dazu führen, «dass ein Angebot überhaupt durchgeführt werden kann». Durch die regionale Vermischung profitiere die ganze Frauenfelder Vereinsarbeit.

Vom vorgeschlagenen Vereinspool analog zum Kulturpool sieht die Stadt ab, weil sie nicht in organisatorische Belange der Vereine eingreifen will. Vielmehr sei es die Aufgabe der Vereine, sich so zu organisieren, dass sie «ihr Leistungsangebot den gesellschaftlichen Veränderungen anpassen». Sie könnten beispielsweise in Eigenregie einen erhöhten Mitgliederbeitrag für Auswärtige einführen. Zudem sieht der Stadt die Wahrscheinlichkeit als «sehr klein» an, dass sich alle Regio-Gemeinden verbindlich für einen Vereinspool verpflichten liessen. Deshalb sieht die Stadt von einem Vorstoss bei der Regio Frauenfeld ab.

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