Stadt Frauenfeld erteilt grünes Licht für Festival «Out in the Green Garden» im Murg-Auen-Park

Der Frauenfelder Stadtrat hat die Bewilligung fürs Freiluftkulturfestival «Out in the Green Garden» erneut erteilt. Nachdem Anwohner sich nach dem Festival 2016 wegen Lärm zur Wehr setzten, erliess die Stadt neue Regeln, die es von den Veranstaltern einzuhalten gilt. Zudem organisieren die Veranstalter einen Apéro, zu welchem alle Anwohner eingeladen sind.

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«Out in the Green Garden» im August 2018 im Murg-Auen-Park. (Bild: Reto Martin)

«Out in the Green Garden» im August 2018 im Murg-Auen-Park. (Bild: Reto Martin)

(pd/sko) Der Stadtrat hat die Bewilligung fürs Freiluftkulturfestival «Out in the Green Garden» vom 2. bis 4. August im Murg-Auen-Park erteilt. «Die neuen Leitlinien, welche 2018 erstmals umgesetzt wurden, haben sich bewährt und werden beibehalten», teilt die Stadt mit.

Maximal 1000 Besucher und Musik nur bis 24 Uhr

Die Leitlinien setzte der Stadtrat als Folge von lärmklagenden Anwohnern nach der Austragung 2016 fest. Nach Gesprächen, Abklärungen und Neubeurteilungen wurde fürs 2018 eine Kompromisslösung gefunden, nachdem die Organisatoren das «Out in the Green Garden» für ein Jahr ausfallen liessen.

Um die Besucherzahl auf maximal 1000 zu beschränken, wurde seither auf einen prominenten Headliner verzichtet. Zudem wurde der Anlass geografisch zweigeteilt, um die Anwohnerschaft zu schonen. Auf dem Gelände des Murg-Auen-Parks finden Konzerte höchstens bis Mitternacht statt.

Die anschliessende Afterparty geht auf dem Gelände unter der Autobahnbrücke der Militärstrasse über die Bühne. «Diese beiden Neuerungen sowie die Umplatzierung der Park-Bühnen auf den Schotterteil der Wiese haben sich bewährt und werden beibehalten», heisst es.

Austausch mit Anwohnern am Apéro

Die Anwohnerschaft muss von den Veranstaltern rechtzeitig informiert werden. Deshalb organisiert der Veranstalterverein am Mittwoch, 20. Februar, um 19 Uhr einen Anwohner-Apéro im Pavillon des Murg-Auen-Parks. Dieser biete der Anwohnerschaft die Möglichkeit, sich über den Anlass zu informieren und sich mit dem OK auszutauschen.

Wie in den vergangenen Jahren soll das «Out in the Green Garden» 2019 Auftritt von lokalen sowie internationalen Bands für Jung und Alt ermöglichen. Auch den Flohmarkt soll es weiterhin geben und wiederum wird die Zusammenarbeit mit anderen Kulturvereinen gesucht, um dem Publikum ein möglichst breites Spektrum an kulturellen Erlebnissen zu bieten.

Ebenfalls soll der Anlass wie bis anhin nicht-kommerziell und möglichst umweltverträglich sein. Der Eintritt ist freiwillig und der Park werde den Passanten und Spaziergängern auch während des Festivals offenstehen.

STADT FRAUENFELD: Kontroverses Festival erneut bewilligt

Der Stadtrat hat die Bewilligung für das geplante "Out in the Green Garden" im August 2018 erteilt. Damit findet das Festival im Murg-Auen-Park nach einem Jahr Unterbruch wieder statt. Lärmklagen sowie neue Richtlinien des Stadtrates veranlassten den Veranstalter, auf die Durchführung 2017 zu verzichten. Zudem gelangte das Thema aufs politische Parkett.
Samuel Koch

FRAUENFELD: 348 Unterschriften als Rückendeckung

Wegen Lärmklagen und neuer Regeln für Anlässe im Murg-Auen-Park liess das OK das Out in the Green Garden 2017 ins Wasser fallen. Jetzt hat es eine Petition eingereicht – nebst einem Gesuch für 2018.
Samuel Koch

«OUT IN THE GREEN GARDEN»: Aussprache endet ohne konkrete Lösungen

Die Organisatoren des "Out in the Green Garden" und die Stadt Frauenfeld haben sich am Donnerstagabend im Kulturlokal Kaff zu einer Aussprache getroffen. Bei der Diskussion mit Stadtpräsident Anders Stokholm wurden die verschiedenen Standpunkte verteidigt, aber auch Zugeständnisse gemacht. Beide Parteien sind zuversichtlich für eine zukünftige Lösung.

FRAUENFELD: Grüner Garten hat ausgeblüht

2017 findet definitiv kein «Out in the Green Garden» statt. Mit dem Entscheid reagiert das OK auf neue Regeln für Anlässe im Murg-Auen-Park, welche die Stadt nach Lärmklagen erlassen hat. Der Stadtrat bedauert den Entscheid, weist Vorwürfe aber von sich.
Samuel Koch