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Der Gemeinderat von Neunforn sitzt mit der Bevölkerung an den Stammtisch

Der Neunforner Gemeinderat pflegt den Austausch mit den Einwohnern. Am vielseitigen Gemeindestammtisch vom Samstag machen den Teilnehmenden vor allem die Visiere für eine Mobilfunkantenne Bauchweh.
Christine Luley
Gemeindepräsident Benjamin Gentsch (3. v. l.) und Gemeinderat Leo Krucker (rechts daneben) diskutieren mit den Teilnehmenden in gemütlichem Rahmen. (Bild: Christine Luley)

Gemeindepräsident Benjamin Gentsch (3. v. l.) und Gemeinderat Leo Krucker (rechts daneben) diskutieren mit den Teilnehmenden in gemütlichem Rahmen. (Bild: Christine Luley)

Die Eingangstüre der Gemeindekanzlei in Oberneunforn ist geöffnet. Gemeindepräsident Benjamin Gentsch und Leo Krucker vom Bauamt fragen sich, ob während der Ferienzeit jemand der Einladung zum Stammtisch folgen wird. Doch auf die «Nüfemer» ist Verlass. Eine Handvoll nutzen die Gelegenheit, um Anregungen oder Anliegen mit dem Gemeinderat zu besprechen.

Gemeinderat lehnt einen Mietvertrag ab

Zu Beginn etwas Small Talk. Sommerzeit ist Baustellenzeit. Wegen der Sanierung der Schaffhauserstrasse und den Arbeiten an den Werkleitungen ist die Altikerstrasse bis Mitte August für den Verkehr gesperrt. Welches für ihn die optimalste Umfahrung sei, will ein Besucher wissen.

«Die lebende Dorfkultur motiviert mich, in der Behörde mitzuwirken.»
Benjamin Gentsch, Gemeindepräsident Neunforn

Eine geplante Mobilfunkantenne von Salt gibt zu reden. Ein Einwohner hat das Baugespann bei einem Gewerbebetrieb bemerkt und findet: «Wir brauchen zwar Handyempfang, aber keine Antenne dort.» Ein Ehepaar äussert seine Bedenken wegen der Strahlung. Leo Krucker legt den Sachverhalt klar. Man habe das eingegangene Baugesuch noch nicht aufgelegt. Weil Mobilfunkantennen baubewilligungspflichtig sind und vor der öffentlichen Auflage das Gesuch dem Kanton zur Überprüfung einzureichen ist. Der Gemeindepräsident ergänzt, dass Salt der Gemeinde davor einen Mietvertrag unterbreitet habe, der Gemeinderat diesen aber abgelehnt habe, bis ein bewilligtes Projekt vorliege. «Es sind Beispiele aus anderen Gemeinden bekannt, die in solchen Verträgen feststecken.»

Positives Fazit trotz einer Nullerrunde

«Der Stammtisch ist ein gutes Angebot und spricht Alteingesessene und Neuzuzüger an», sind sich Gentsch und Krucker einig. Seit Januar 2017 lädt der Gemeinderat einmal im Monat dazu ein. Die Beteiligung liege im Rahmen des Erwarteten. Es habe auch mal eine Nullerrunde gegeben, worauf eine Boulevardzeitung «einsame Gemeinderäte am Stammtisch» titelte. Der Zugezogene fühlt sich vom dörflichen Zusammenhalt angesprochen und berät in der Baubegleitkommission bei gestalterischen Fragen von historischen Bauten und bei Bauten in der Dorfzone. Die Gemeinde zählt 1014 Einwohner. «Über die letzten fünf Jahre sind 100 Personen zugezogen», sagt Gentsch. Mit der Überbauung im Gebiet Stocken wird die Anzahl steigen, bis Ende 2019 werden in Neunforn rund 35 neue Wohnungen zum Bezug bereit sein.

«Wir sind ein Kleinod mit aktivem Vereinsleben und lebender Baukultur.»
Thomas Wachter, Architekt

Der Grund, warum der Stammtisch in der Gemeindekanzlei stattfindet, hat mit dem begrenzten Angebot an Restaurants zu tun. Gentsch verweist auf die lebendige Dorfgemeinschaft, erwähnt das durch ein paar initiative Frauen ins Leben gerufene Café am Sonntagmorgen im Wöschhüsli. Gentsch kann auf 31 Amtsjahre zurückblicken. Er weist auf die «Nüfere»-Hefte. Niklaus Winterhalter und Gilg Stüssi erstellen zusammen mit engagierten Einwohnern alle zwei Jahre ein Themenheft. Die neunte Ausgabe mit dem Titel «Nüfere und s‘Chloschter Töss» wird an der Bächtelisgemeinde 2020 vorgestellt.

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