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Spucken ist beim Aadorfer Fussballcamp nicht erlaubt

In dieser Woche findet auf der Unterwiesen ein Fussballcamp statt. Die 140 Teilnehmer sind damit in ihre Sommerferien gestartet. Mit einer Ausnahme: Can Luca Forster aus Elgg. Er darf für diesen Anlass auf den Schulunterricht verzichten.
Kurt Lichtensteiger
Leiterin Tanja mit den jüngsten Teilnehmern des Aadorfer Fussballcamps (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Leiterin Tanja mit den jüngsten Teilnehmern des Aadorfer Fussballcamps (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Während in den Kantonen Thurgau und St. Gallen die Sommerferien bereits begonnen haben, endet im Kanton Zürich die letzte Schulwoche erst heute. Dieser Umstand verunmöglichte es Zürcher Schülern, das Fussballcamp in Aadorf zu besuchen. Zum grossen Leidwesen auch für den Elgger Schüler Can Luca Forster, dessen Familie vor Jahresfrist von Aadorf nach Elgg umgezogen ist.

Nur allzu gerne hätte er mit seinem ehemaligen Aadorfer Schulfreund das Camp besucht. Nachdem er die gewünschte Teilnahme aus dem erwähnten Termingrund bereits abgeschrieben hatte, ist es doch noch anders gekommen. Anstatt die Schulbank zu drücken, kann der neunjährige Elgger dem Ball nachjagen, seine grosse Bewegungsfreude ausleben, die mit brasilianischem Blut getränkt besonders ausgeprägt zu sein scheint. Dies ist der Elgger Schulbehörde und Lehrerschaft zu verdanken.

Ausnahmebewilligung erhalten

Es handelt sich dabei um ein Schulschwänzen oder um ein Austricksen der Schulbehörde. Mutter Ursina nämlich hat den rechtsüblichen Weg beschritten und um eine Ausnahmebewilligung gebeten. Das schriftliche Gesuch wurde mit der Bemerkung bewilligt, sportliche Veranstaltungen würden gerne unterstützt, zumal es sich dabei nicht um eine verlängerte Feriendauer handle. Dies im Wissen, dass das Kind in der Woche, nämlich täglich von 10 bis 18 Uhr, neben der physischen Betätigung Kompetenzen erlerne, die einer Lebensschule gleichkommen.

Der neunjährige Elgger Can Luca Forster mit seiner Mutter Ursina. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Der neunjährige Elgger Can Luca Forster mit seiner Mutter Ursina. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

«Den positiven Entscheid haben wir natürlich mit Freude zur Kenntnis genommen», sagt Ursina Forster. Daneben steht Can Luca, dem am Morgen des zweiten Tages die Erwartungsfreude nicht gerade ins Gesicht geschrieben ist, wie das Bild zeigt. Dieser Eindruck mag täuschen. Nun noch schnell ein Foto, und schon geht’s wieder zum Sammelplatz, wo sich seine Gruppe bereits eingereiht hat.

Viel Wert auf gutes Verhalten gelegt

Zweifellos lernen die 140 fünf- bis sechszehnjährigen Kinder – darunter auch vier Mädchen – nicht nur den Umgang mit dem Ball sowie taktische Fähigkeiten. Wie im Mannschaftssport üblich, wird auf Teamgeist und adäquates Verhalten untereinander viel Wert gelegt. Dies offenbarte sich bei der morgendlichen Teamsitzung der 17 Leiter und Leiterinnen im Clubhaus des SC Aadorf.

Dort erinnerte Hauptleiter Bernd Voss seine Leiter an wichtige Verhaltensweisen: «Ihr seid die Vorbilder. Ich erwarte von euch ein entsprechendes Verhalten punkto Tenü, Sprache und Auftreten. Achtet darauf, dass eure anvertrauten Jungs und Mädchen nicht auf den Boden spucken, keine Schimpfwörter gebrauchen, rücksichtsvoll miteinander umgehen, gut zuhören und nicht abhängen.»

Ordnung sei das oberste Prinzip. «Ihr seid verantwortlich für die gute Stimmung und die Leidenschaft. Entfacht das Feuer, vom ersten bis zum letzten Tag», bekräftigte Voss. Die meisten Teilnehmer werden nächstes Jahr wieder kommen. Dann wird – wohl wieder in der ersten Ferienwoche vom 8. bis 12. Juli – das Camp zum 15. Mal in Aadorf stattfinden.

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