Sport und Spass
«Einige Laufstrecken mit insgesamt 20 Posten»: Ein neues Angebot lässt tief in die Eschenzer Geschichte blicken, was selbst die Nachbarn neidisch anerkennen müssen

Der dorfeigene Orientierungslauf namens «Eschenzer Challenge» lädt ab sofort zum Joggen oder Spazieren ein, oder um sich in der Geschichte Eschenz' zu vertiefen.

Peter Spirig
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Beat Schilbach (rechts) erklärt Hanu Fehr und Max Möckli, wie die App für die «Eschenzer Challenge» funktioniert.

Beat Schilbach (rechts) erklärt Hanu Fehr und Max Möckli, wie die App für die «Eschenzer Challenge» funktioniert.

Bild: Peter Spirig

Möglicherweise war das Wetter fast zu schön. Nur so lässt sich erklären, dass beim kleinen Eröffnungsfest des Vereins Kultur und Tourismus Eschenz (KTE) zur «Eschenzer Challenge» am Samstag nur wenige Gäste beim Werkladen der Andante-Stiftung erschienen sind. KTE-Präsident und Vizegemeindepräsident Dominik Spycher begrüsste die Handvoll Interessierten. Für den dorfeigenen Orientierungslauf arbeitet der KTE mit der Applikation Fixcontrol aus Teufen zusammen. Spycher sagte:

«Am Ende einer Vorbereitungszeit von bis zu sieben Monaten können wir einige Laufstrecken mit insgesamt 20 Posten präsentieren.»
Dominik Spycher, Präsident Kultur und Tourismus Eschenz (KTE) und Vizegemeindepräsident.

Dominik Spycher, Präsident Kultur und Tourismus Eschenz (KTE) und Vizegemeindepräsident.

Bild: Donato Caspari

Diese sind von den Organisatoren jederzeit zu verändern oder mit weiteren Posten zu ergänzen. Im Zentrum der Aktion steht das Bewegungsangebot für Jung und Alt, für Familien, für Schulklassen oder für Vereine, wobei der OL nicht unbedingt sportlich absolviert werden muss. Spaziergänge mit Spass im Vordergrund sind ebenfalls möglich.

An den einzelnen Posten ist es dank der App immer wieder Wissenswertes über das Dorf am Übergang vom Untersee in den Rhein zu erfahren. «Weiss noch jemand, wo die alte Post zu finden war?», stellte Spycher die Zuhörenden auf die Probe. Des Rätsels Lösung befindet sich an einem der Posten unterwegs. Weitere sind unter anderem beim Inseli Werd, bei der Bubebadi oder beim Restaurant Hüttenberg zu finden.

Max Möckli probiert die installierte App sofort aus.

Max Möckli probiert die installierte App sofort aus.

Bild: Peter Spirig

Neid in der Nachbargemeinde

Beat Schilbach freut sich auf die Teilnahme aller Altersgruppen an der «Eschenz Challenge». Der Vertreter der Firma Fixcontrol wäre froh gewesen, eine solche Gelegenheit gehabt zu haben, als er nach Eschenz kam. Claudia Litscher will mit dem Parcours das Dorf besser kennen lernen. Etwas neidisch zeigt sich Francis Blösch aus Wagenhausen. «Das gebe ich als Nachbar neidlos zu.» Obwohl er aus der Nachbargemeinde kommt, will er sich in die Geschichte Eschenz' vertiefen, die mit Nachweisen von jungsteinzeitliche Bauten auf der Insel Werd und am nahen Unterseeufer viel zu bieten hat.