Sport
SC Aadorf nutzt Kraft aus eigenen Reihen

Um- und Aufbruch beim SC Aadorf: Die sportliche Führung wurde neu besetzt. Trainer ist Andreas Hasler, unterstützt von Assistent Sascha Montagna. Dazu kommt Sportchef Matthias Stahel. Alle drei sind sozusagen Eigengewächse.

Kurt Lichtensteiger
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Die 1. Mannschaft des SC Aadorf, hier noch mit dem bisherigen Chef-Trainer Fabio Staffieri (mittlere Reihe links).

Die 1. Mannschaft des SC Aadorf, hier noch mit dem bisherigen Chef-Trainer Fabio Staffieri (mittlere Reihe links).

(Bild: ZVG)

Der Sportclub Aadorf vermeldete zu Beginn der Rückrunde den überraschenden Abgang des bisherigen Chef-Trainers Fabio Staffieri und des ins zweite Glied tretenden Assistenten Mico Meier. Dieser wird eine Weiterbildung in Angriff nehmen, bleibt dem Team jedoch erhalten. Bei dieser Ausgangslage stellte sich die Frage, wer inmitten der laufenden Saison die Nachfolge antreten würde.

Andreas Hasler

Andreas Hasler

(Bild: ZVG)

Was lag näher, als sich in den eigenen Reihen umzusehen, wo Fachkompetenz vorhanden ist: Es darf als Glücksfall bezeichnet werden, dass für Andreas Hasler das Momentum gelegen kam. Der 53-jährige Aadorfer sagte zu und hat die Geschicke des Clubs auf sportlicher Ebene bereits übernommen.

Sascha Montagna

Sascha Montagna

(Bild: ZVG)

«Als ehemaliger Trainer und Spieler des SC Aadorf bin ich mit dem Verein stets verbunden geblieben. Für mich eine Herzensangelegenheit. Nun möchte ich dem Stammverein mit meiner Rückkehr die erinnerungsreiche Zeit verdanken», sagte der langjährige SFV-Fussballinstruktor. Tatkräftig unterstützt wird er in seiner praxisorientierten Aufgabe vom 46-jährigen Assistenten Sascha Montagna, der für Hasler eine wichtige Bezugs- und Vertrauensperson bedeutet.

Eine echte Führungsperson

Andreas Hasler braucht sich nicht lange einzuarbeiten. Einige Spieler kennt er schon aus seiner früheren Tätigkeit, sei es als Trainer der 1. Mannschaft oder als F- bis D-Juniorentrainer. Nicht weniger als acht ehemalige Junioren gehören heute dem Kader der Drittliga-Mannschaft an. «Ich habe diesen damals versprochen, dass es dereinst ein Wiedersehen geben werde. Dieses Versprechen habe ich nun eingelöst.»

Zurückkommt der Aadorfer mit reichen Erfahrungen im Gepäck, gesammelt während zweieinhalb Jahren als U-16 Trainer beim FC Winterthur. Dannzumal hatte er es mit ambitionierten Jungs zu tun, die meist nur ein Ziel hatten, nämlich im Spitzenfussball Fuss zu fassen. Nun muss er sich an die neuen Gegebenheiten anpassen, die im Breitenfussball gelten. Dort werden bekanntlich andere Prioritäten gesetzt.

Für die Wiederaufnahme bereit

«Das ist für mich kein Problem», sagt der hauptberuflich tätige Versicherungsfachmann. «Ich freue mich darauf, wieder eine Aktivmannschaft zu trainieren und kann meine Erwartungen auch etwas herunterschrauben.» Das sehr junge Team, gespickt mit einigen erfahrenen und leistungsstarken Spielern, möchte er zu einer Einheit formen und kontinuierlich weiterentwickeln. Im Moment sei es wegen der aktuellen Situation allerdings schwierig, ein Ziel für die Rückrunde zu definieren. Auch wenn das Training im Gange ist, herrscht über die Aufnahme des Rückrunden-Spielbetriebs noch Unklarheit.

Matthias Stahel

Matthias Stahel

(Bild: ZVG)

Fakt ist: Die sportliche Zukunft sieht für den SC Aadorf vielversprechend aus. Die gestiegenen Erwartungen haben noch einen weiteren Grund: Mit dem Engagement von Sportchef Matthias Stahel, ehemaligem Aktivspieler und Trainer, gleichzeitig Inhaber des SFV-Instruktorendiploms, kommt noch weitere geballte Kraft an fussballerischem Sachverstand in die sportliche Führung. Das Trio Hasler, Montagna und Stahel wird zweifellos für frischen Wind und neuen Schwung sorgen.