Sport
Nun also doch: Der STV Dussnang-Oberwangen sagt den Tannzapfe-Cup ab

Im Januar noch stand eine abgespeckte Version des beliebten Traditionsanlasses im Raum, nun ist auch diese Corona zum Opfer gefallen. Der Tannzapfe-Cup findet in Dussnang erst wieder 2022 statt.

Olaf Kühne
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Der Dussnanger Tannzapfe-Cup erfreut sich bei Turnvereinen jeweils grosser Beliebtheit.

Der Dussnanger Tannzapfe-Cup erfreut sich bei Turnvereinen jeweils grosser Beliebtheit.

(Bild: ZVG)

«Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt», beginnt die Medienmitteilung des STV Dussnang-Oberwangen. Der Verein gibt damit bekannt, dass er auch die diesjährige Ausgabe des Tannzapfe-Cups definitiv absagen muss.

Im Januar noch stand eine abgespeckte, möglichst coronakonforme Durchführung im Raum. Dabei hätte sich das Organisationskomitee auf den sportlichen Teil des Traditionsanlasses beschränkt und auf die abendliche Party und gar auf die Rangverkündigung verzichtet. Zudem wäre der Cup für einmal nicht in Dussnang, sondern in Münchwilen über die Bühne gegangen. Dies, weil im Hinterthurgauer Bezirkshauptort bereits die bestehende Infrastruktur genügen würde, und die Verantwortlichen so die Kosten hätten im Rahmen halten können.

Indes ist nun auch diese Variante vom Tisch, die nächste Ausgabe ist auf den 11. Juni 2022 angesetzt. Das Aus der heurigen Ausgabe begründet OK-Präsident Beat Aebi im Wesentlichen damit, dass zahlreiche Vereine ihre Teilnahme bereits wieder abgesagt haben, weil sie aufgrund der Pandemie nicht oder nur sehr eingeschränkt trainieren können, und nach wie vor viele Turnhallen für Vereinsnutzungen geschlossen sind. «Die Vorbereitungszeit auf einen Wettkampf ist bereits zum heutigen Zeitpunkt schlicht zu kurz», schreibt denn auch die Medienverantwortliche Anina Brühwiler in ihrer Mitteilung. Das OK habe bereits viel Zeit und Engagement in die Vorbereitungen investiert, weshalb die Absage besonders schmerze.

Beat Aebi OK-Präsident Tannzapfe-Cup

Beat Aebi
OK-Präsident Tannzapfe-Cup

(Bild: ZVG)

Finanziell sieht die Sache hingegen nicht ganz so düster aus. «Der Entscheid fällt auf einen Zeitpunkt, wo wir glücklicherweise erst minimale Kosten aufgewendet haben», sagt OK-Präsident Beat Aebi. «Somit ist die Absage wenigstens finanziell ertragbar.» Trotzdem müssten viele Helfervereine erneut auf eine wichtige Einnahmequelle verzichten, zudem entfalle vielen Lieferanten eine wichtige Einnahmequelle und den Sponsoren eine attraktive Werbeplattform. «Erfreulicherweise entstehen aber für die angemeldeten Vereine keinerlei Kosten.»