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Mehr Pflegestunden, mehr Personal: Die Spitex Frauenfeld blickt zehn Jahre voraus

Die Anzahl Pflegestunden beim regionalen Spitex-Verein nimmt zu. Finanziell schreibt man Gewinn. Wie die Organisation im Jahr 2028 aussieht, darüber macht sich eine Arbeitsgruppe Gedanken.
Mathias Frei
Mit Blumen ausgestattet: das neue Vorstandsmitglied Rebecca Baumgartner mit ihrer Vorgängerin Katrin Müller. Hinten: Spitex-Präsident Edwin Bosshard und Geschäftsführerin Gabriela Brauchli. (Bild: Mathias Frei)

Mit Blumen ausgestattet: das neue Vorstandsmitglied Rebecca Baumgartner mit ihrer Vorgängerin Katrin Müller. Hinten: Spitex-Präsident Edwin Bosshard und Geschäftsführerin Gabriela Brauchli. (Bild: Mathias Frei)

Der Trend ist national. Die Spitex Region Frauenfeld bleibt dabei nicht aussen vor. In der ambulanten Pflege nimmt die Anzahl Pflegestunden zu. Die rund 110 Mitarbeiterinnen des Spitex-Verein leisteten 2018 gut 44000 Pflegestunden – 4,2 Prozent mehr als im Jahr 2017. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr rund 123500 Arbeitsstunden zusammen. Dies stellt die regionale Spitex in Zukunft vermehrt vor Herausforderungen – die der Vorstand aktiv angehen will. So ist für das Projekt «Spitex Region Frauenfeld 2028» eine Arbeitsgruppe gebildet worden, wie Vereinspräsident Edwin Bosshard an der Mitgliederversammlung von Donnerstag ausgeführt hat.

Im Zentrum steht die Frage, welche Organisation eignet sich am besten für den ständig wachsenden Betrieb. Der Horizont für derartige strategische Überlegungen erstreckt sich über die nächsten zehn Jahre.

In Zukunft braucht es nicht weniger Personal

Hintergrund dafür bilden zum einen die zunehmenden Pflegestunden, die immer komplexer werden, zum anderen der Umstand, dass bei den Mitarbeiterinnen in Zukunft gemäss Bosshard «ausserordentlich viele Pensionierungen» anstehen.

«Wir haben also einen hohen Rekrutierungsbedarf in einem sowieso schon schwierigen Arbeitsmarkt.»

So komme man auch raummässig an Grenzen. Bosshard meint: «Das wird in Zukunft ein Knackpunkt sein.» Nach der Fusion zur grossen regionalen Spitex im Jahr 2015 zählte man noch 80 Mitarbeiterinnen, mittlerweile sind es um die 110. Bis diesen Spätfrühling soll von der Arbeitsgruppe abschliessend ein Massnahmenkatalog stehen, womit die Umsetzungsphase startet.

Täglich 335 Einsätze, jährlich 123'500 Arbeitsstunden

Die Spitex Region Frauenfeld ist ein Verein, der im Auftrag der Stadt Frauenfeld sowie von Gachnang, Herdern, Hüttwilen, Neunforn, Uesslingen-Buch und Warth-Weiningen Dienstleistungen im Bereich der ambulanten Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft erbringt. Im Einzugsgebiet wohnten per Anfang 2019 über 36000 Personen. 2018 wurden knapp 123000 Einsätze durchgeführt, im Schnitt also täglich über 335. Das führte zu 123500 Arbeitsstunden. Dieser Wert entspricht einem Jahresschnitt von 59 Vollzeitstellen, verteilt auf rund 110 Angestellte. Alleine die Zeit für die Fahrten zu und von den 786 Kundinnen und Kunden umfasst 12500 Arbeitsstunden. 2018 war die Spitex Frauenfeld zu 61 Prozent durch Krankenkassen und Kunden finanziert, zu 36 Prozent durch die öffentliche Hand aufgrund von Leistungsvereinbarungen. (ma)

Weitere Informationen: www.spitex-frauenfeld.ch

Die aktuellen Herausforderungen meistert die Frauenfelder Spitex aber weiterhin erfolgreich. Der Anteil der den Krankenkassen verrechenbaren Stunden ist gestiegen, was zu einer höheren Eigenwirtschaftlichkeit führt. Dabei dürfen die Spitex-Organisationen seit Anfang 2018 Pflegematerial nicht mehr separat in Rechnung stellen – ungedeckte Kosten, die im Falle der Spitex Region Frauenfeld zu Lasten der sieben Trägergemeinden gehen. Weitere durch den Bundesrat vorgeschlagene Versicherungsbeitragskürzungen an die ambulante Pflege könnten die Gemeindebeiträge noch weiter ansteigen lassen.

Gegenläufig sieht es in der Rechnung des Spitex-Vereins Region Frauenfeld aus. So können aufgrund des Abschlusses sogar 120'000 Franken den Auftraggeber-Gemeinden rückvergütet werden. Bei einem Aufwand von 5,633 Millionen Franken resultiert dank Spenden von 42'000 Franken ein Überschuss von 24'000 Franken. Dieser Betrag fliesst ins Eigenkapital, das per Ende 2018 also 1,256 Millionen beträgt. Finanzchef Kurt Hinder rechnet für das laufende Jahr bei leicht steigendem Aufwand mit einer schwarzen Null.

Klinikmanagerin in den Vorstand gewählt

Bevor Daniel Meili von der Kantonspolizei Thurgau vor den 91 Stimmberechtigten über «Sicherheit im Alter» referiert, steht noch eine Vorstandsersatzwahl auf dem Programm. Für die zurücktretende Katrin Müller wählt die Versammlung einstimmig Rebecca Baumgartner. Müller, seit 30 Jahren in der Pflege und aktuell Pflegeleiterin Aaheim Aadorf, gehört dem Spitex-Vorstand seit 2008 an und war lange Vizepräsidentin. Nachfolgerin Rebecca Baumgartner arbeitet seit 2005 in der Pflege, seit 2017 wirkt sie als Klinikmanagerin der Medizinischen Klinik am Kantonsspital Frauenfeld.

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