Spital Frauenfeld: Zehn Prozent günstiger als geplant

Der Kredit von 278 Millionen Franken für den Neubau des Thurgauer Kantonsspitals in Frauenfeld wird deutlich unterschritten.

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Der Spitalneubau in Frauenfeld.

Der Spitalneubau in Frauenfeld.

Quelle: PD

(red) Das Kantonsspital Frauenfeld bekommt nach 2,5 Jahren Bauzeit sein neues Bettenhaus mit 164 Zimmern, davon 134 Doppel- und 30 Einzelzimmer. Der Umzug in den Neubau erfolge ab Ende Februar 2020, schreibt die Spital Thurgau AG. Erfreulich sei die Kostenentwicklung des Grossbauprojekts. «Die Kosten liegen zum heutigen Zeitpunkt um zehn Prozent tiefer als budgetiert.» Rund 28 Millionen Franken würden eingespart.

«Wir sind stolz, dass wir den hochwertigen Neubau aus eigenen Kräften stemmen, und günstiger als geplant bauen konnten», wird Marc Kohler, CEO Spital Thurgau AG, in der Medienmitteilung zitiert. Die Baukosten seien auch im Vergleich zu anderen Spitälern tief. In der Regel rechne man beim Neubau eines Spitals mit Kosten von 1,0 - 1,42 Millionen Franken pro Patientenbett, in Frauenfeld betragen die Kosten pro Bett 840'000 Franken. «Der günstige Bau geht aber ganz und gar nicht auf Kosten der Qualität.»

Möglichst geringer Energieverbrauch

Der Neubau überzeuge auch mit einem geringen Energieverbrauch. «Der Bau entspricht dem Minergie-Standard P und wird hauptsächlich mit Erdsonden-Wärmepumpen geheizt und gekühlt: Im Sommer speichern die Erdsonden die Wärme, und im Winter wird diese als Energiequelle für die Wärmepumpen verwendet.» Damit liessen sich 70 Prozent des Energiebedarfs für die Beheizung des Spitals decken. «Pro Jahr werden dank diesem Konzept 120'000 Liter Heizöl eingespart.»

Umgekehrt erfolge im Sommer auch die Kühlung klimafreundlich: An heissen Sommertagen liessen sich die Zimmer mit Kühlelementen, die in die Zimmerdecken eingebaut sind, wirksam und energiesparend abkühlen. Dabei werde ebenfalls mit den Erdsonden gearbeitet, da man im Winter das Erdreich mittels dem oben erwähnten Wärmebezug gezielt abgekühlt hat, sodass im Sommer Kälteenergie zur Verfügung stehe. «Ziel der neuen Energieerzeugung ist die CO2-neutrale Wärme- und Kälteerzeugung.»

«Wir haben unsere Vision umgesetzt, in Frauenfeld und in Münsterlingen zwei Schwesternspitäler auf den neusten medizinischen und energietechnischen Stand zu bringen», sagt Kohler. «Damit sind wir für die Herausforderungen der Zukunft sehr gut gerüstet und können unsere erfolgreiche und zukunftsorientierte Arbeit für die Thurgauer Bevölkerung hochwertig fortsetzen.»

18. Januar 2020: Tag der offenen Tür, 9 bis 15 Uhr