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Spazieren statt balancieren beim Matzinger Murgsteg

Die Gemeinde will den Murgsteg beim Rehliweiher neu bauen und so die Sicherheit beim Queren erhöhen. Zudem ist der Steg Teil eines Murgaufwertungskonzepts.
Samuel Koch
Betreten auf eigene Gefahr: So präsentiert sich der jetzige Zustand der Murgquerung beim Rehliweiher. (Bild: Donato Caspari)

Betreten auf eigene Gefahr: So präsentiert sich der jetzige Zustand der Murgquerung beim Rehliweiher. (Bild: Donato Caspari)

Ein Geheimnis ist der Murgsteg beim Rehliweiher nicht. Und doch kennen ihn wohl nur die wenigsten ausserhalb von Matzingen. Bei den Dorfbewohnern jedoch geniesst die Murgüberquerung am südlichen Dorfeingang hinter der Landi-Genossenschaft Matzingen grosse Beliebtheit, auch dank der Grillstelle ganz in der Nähe. «Viele Matzinger geniessen ihre Freizeit in diesem Naherholungsgebiet», sagt Gemeinderat Hanspeter Krähenbühl, zuständig fürs Ressort Tiefbau und Verkehr.

Hanspeter Krähenbühl, Gemeinderat Matizingen. (Bild: PD)

Hanspeter Krähenbühl, Gemeinderat Matizingen. (Bild: PD)

Nun wird dort Tatsache, was zuletzt an Gemeindeversammlungen immer wieder für Gesprächsstoff sorgte und auch seitens des örtlichen Verkehrs- und Verschönerungsvereins vermehrt gefordert worden ist: der Neubau eines Murgstegs.

Die Gemeinde plant, den jetzigen Fussgängerübergang beim Alpiq-Wehr durch einen neuen Steg zu ersetzen. Bisher war der Steg für balancierfähige Fussgänger nur auf eigene Gefahr begehbar. Krähenbühl sagt:

«Die Kraftwerkbetreiber haben ihn damals nur als Provisorium gebaut und lehnen nun jegliche Haftung ab.»

Auch wenn sich die Murg lediglich bei extremem Niederschlag in ein reissendes Fliessgewässer verwandelt, bleiben die Erinnerungen an den tödlichen Unfall eines 12-Jährigen beim Thur-Wehr bei Eschikofen in tragischer Erinnerung.

Diese Visualisierung zeigt, wie der Murgsteg nach der Fertigstellung aussehen soll. (Bild: PD/BHA-Team)

Diese Visualisierung zeigt, wie der Murgsteg nach der Fertigstellung aussehen soll. (Bild: PD/BHA-Team)

Aufnahme ins Wanderwegverzeichnis

Der vom Frauenfelder BHA-Team geplante neue Murgsteg soll mit einer neuen Breite von anderthalb Metern nicht nur Balanceakte verhindern und für Fussgänger begehbar sein, sondern auch Kreuzungen oder Überquerungen mit dem Velo ermöglichen. Krähenbühl sagt:

«Der mit seitlichen Geländern versehene Holzbau steht auf zwei Stützen in der Murg und erfüllt den geforderten Hochwasserschutz.»

Zudem ist auf der östlichen Seite der Murg eine Anpassung an die bestehende Flurstrasse mit behindertengerechtem Aufgang sowie einer kleinen Treppe geplant.

Zweimal heissen Stimmbürger Kredite gut

Das Matzinger Stimmvolk bewilligte an den vergangenen zwei Budgetversammlungen insgesamt 160'000 Franken für den Murgsteg. Der Verein Thurgauer Wanderwege, der den Steg ins Wanderwegverzeichnis aufnimmt, unterstützt das Projekt mit einem weiteren fünfstelligen Betrag. Dadurch werde das Naherholungsgebiet für Spaziergänger und Wanderer deutlich aufgewertet, meint Hanspeter Krähenbühl: «Mit diesem schönen und nachhaltigen Projekt erfüllen wir das Bedürfnis der Einwohner der Region.»

Der Zeitplan sieht vor, die Matzinger Bevölkerung im Juni genauer über die Umsetzung der Baupläne ins Bild zu setzen. Bereits im April soll die Eingabe erfolgen. Die Arbeiten könnten im Herbst beginnen, damit die Bevölkerung die Murg in Zukunft ohne Risiko überqueren kann, nasse Füsse zu bekommen.

Murgaufwertungskonzept

Der neue Murgsteg beim Rehliweiher gehört in ein übergeordnetes Murgaufwertungskonzept des kantonalen Amts für Umwelt (AfU). In einer ersten Phase sind Matzinger Grundeigentümer zwischen Autobahnzubringer und Mühli im Rahmen eines Partizipationsverfahrens über Ideen und Skizzen einer möglichen Murgrenaturierung informiert worden, die mit jener im Murg-Auen-Park in Frauenfeld vergleichbar ist. «Ein konkretes Projekt ist aber noch nicht spruchreif», sagt AfU-Leiter Martin Eugster. (sko)

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