SPATENSTICH
«Herzenswunsch», «Endlich, endlich, endlich!», «Tag der Freude» – Das neue Kreuzlinger Hallenbad wird nun Realität

Nach über zehn Jahren Planung, zwei Volksabstimmungen und einem Nachtragskredit ist der Baustart für die Erweiterung und Sanierung des Freizeit- und Familienbad Egelsee erfolgt.

Urs Brüschweiler
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Spatenstich fürs Familien- und Freizeitbad Egelsee mit Stadtpräsident Thomas Niederberger, Stadträtin Dorena Raggenbass, Schulpräsidentin Seraina Perini Allemann, Gemeinderatspräsident Alexander Salzmann, Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter Gesellschaft, Architekten Andreas Frankhauser und Diego Gähler, Bauherrenvertreter Felix Frey und Chefbademeister Peter Ehrbar.

Spatenstich fürs Familien- und Freizeitbad Egelsee mit Stadtpräsident Thomas Niederberger, Stadträtin Dorena Raggenbass, Schulpräsidentin Seraina Perini Allemann, Gemeinderatspräsident Alexander Salzmann, Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter Gesellschaft, Architekten Andreas Frankhauser und Diego Gähler, Bauherrenvertreter Felix Frey und Chefbademeister Peter Ehrbar.

Bild: Kevin Roth

Erinnern Sie sich noch ans «Xentrum»? Vor zehn Jahren präsentierte die damalige Stadtregierung ein Impulsprogramm mit diesem Namen. Es war eine Zusammenfassung von vier Projekten zur Zentrumsgestaltung: Stadthaus, Tiefgarage mit Park, Busbahnhof und eine Schwimmhalle. Während über alles andere noch fleissig diskutiert wird, hat es eines dieser Projekte nun bis zur Realisierung geschafft: Am Mittwochvormittag feierten Stadt und Schule Kreuzlingen den Spatenstich für die Erweiterung und Sanierung des Freizeit- und Familienbad Egelsee. Stadtpräsident Thomas Niederberger sagte:

So soll der Eingang zum neuen Bad einst aussehen.

So soll der Eingang zum neuen Bad einst aussehen.

Bild: PD
«Jetzt freuen wir uns auf das erste Mal Rutschen.»

Er habe Riesenfreude, der heutige Tag sei ein Meilenstein. Er betonte auch die lange Planungsphase und die grosse Arbeit, welche von allen Beteiligten in dieses Projekt gesteckt wurde und noch wird. Ein Erfolgsrezept für das nun zur Realisierung gebrachte Vorhaben sei die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Stadt, ein weiteres der Einbezug der Region. «Und es ist eben auch ein supergutes Projekt.»

Das bestehende Bad wird modernisiert und erhält eine grosse Rutschbahn.

Das bestehende Bad wird modernisiert und erhält eine grosse Rutschbahn.

Bild: PD

Die Freude ist auch bei Schulpräsidentin Seraina Perini sehr gross. Auch sie betonte das grosse «Miteinander», welches dazu führt, das nach der Bauphase alles in neuem Glanz erstrahlen wird. Gestrahlt hatten am Mittwoch natürlich auch die zuständige Stadträtin Dorena Raggenbass und ihr Abteilungsleiter Ruedi Wolfender. Von einem Herzenswunsch, der endlich, endlich, endlich in Erfüllung geht, sprachen die beiden.

Im Verbindungsbau zwischen dem Alt- und dem Neubau wird auch eine Sauna realisiert.

Im Verbindungsbau zwischen dem Alt- und dem Neubau wird auch eine Sauna realisiert.

Bild: PD

Die Planungs- und Koordinationsarbeit ist noch nicht zu Ende

Wolfender gab einen kurzen Einblick, dass mit dem Baustart für ihn die Planungsarbeit bei weitem nicht zu Ende ist. Man müsse etwa in den nächsten Wochen unbedingt die Snackautomaten auswählen und definieren, welche Höhenstufen für den Hubboden im Becken möglich sein werden.

So wird es im Neubau aussehen. Im Vordergrund das abtrennbare Becken mit dem Hubboden.

So wird es im Neubau aussehen. Im Vordergrund das abtrennbare Becken mit dem Hubboden.

Bild: PD

Bevölkerung kann immer baden

Der Zeitplan sieht nun wie folgt aus: Bis im Sommer 2023 soll der Neubau fertiggestellt sein und eröffnet werden können. Das bestehende Egelseebad bleibt bis dahin geöffnet und wird erst anschliessend saniert und erneuert. Ende 2024 sollen dann beide Teile fertig sein.

Der Weg durch die Instanzen

Nachdem 2014 ein erstes Projekt für 37 Millionen Franken in der Volksabstimmung abgelehnt worden war, genehmigten die Stimmbürger 2018 im zweiten Anlauf 2018 insgesamt 35,5 Millionen Franken für ein etwas kleineres Vorhaben. Kosten wird das erneuerte Bad die Stadt und die Sekundarschulgemeinde aber letztlich doch rund 38 Millionen Franken, im vergangenen Dezember bewilligte der Gemeinderat einen nötig gewordenen Nachtragskredit. (ubr)