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Gemeindepräsidiumswahl: Uesslingen-Buch zwischen Spannung und Anspannung

Am Montag wählen die Stimmberechtigten von Uesslingen-Buch an der Bechtelisgemeinde ihre Gemeindepräsidentin. Bei einem Podium hatten Elisabeth Engel und Cornelia Büchi die Möglichkeit, sich ein letztes Mal zu präsentieren.
Rahel Haag
Gemeindepräsidentin Elisabeth Engel und Herausforderin Cornelia Büchi umrahmen Moderator Mathias Frei. (Bild: Rahel Haag)

Gemeindepräsidentin Elisabeth Engel und Herausforderin Cornelia Büchi umrahmen Moderator Mathias Frei. (Bild: Rahel Haag)

«Wir können nicht sagen, ob es besser wird, wenn wir Cornelia Büchi wählen», sagte Kantonsrat Hanspeter Wägeli, «aber es wird sicher anders.» Elisabeth Engel (parteilos) ist seit gut 13 Jahren Gemeindepräsidentin von Uesslingen-Buch. Nun wird sie von Cornelia Büchi (SVP) herausgefordert. Am Montagabend stellten sich die Kandidatinnen bei einem Podiumsgespräch den Fragen von TZ-Redaktor und Moderator Mathias Frei. Organisiert war der Anlass vom Verein Dorfläbe Buch.

«Eine gewisse Spannung ist spürbar in der Gemeinde», sagte Elisabeth Engel. Diese Tatsache spiegelte sich auch in der Anzahl der Besucher. Rund 130 Personen nahmen in der Turnhalle Buch Platz. Zeitweise meinte man, vor der Bühne eine gewisse Anspannung bei den Kandidatinnen zu spüren. Engel und Büchi meinten denn auch, dass sie froh seien, wenn die Wahl vorbei sei.

Sich mit dem Spatz in der Hand zufriedengeben

Auf die Frage, wie die Zusammenarbeit der kleinen Gemeinde mit dem Kanton funktioniere, sagte Engel, dass sie diese als konstruktiv empfinde. «Ich habe auch schon die kurzen Wege genutzt und bin bei der Regierung vorstellig geworden.» Manchmal müsse man sich aber mit dem Spatz in der Hand zufriedengeben. Büchi auf der anderen Seite ist der Meinung, dass man nicht zu früh aufgeben darf. «Man muss sich wehren.»

Diese Ansicht vertritt Büchi auch in Sachen ÖV, obwohl sie diesen nur sporadisch nutze. Auf den Fahrplanwechsel 2019 konnte zuletzt doch noch eine Lösung mit einer frühen Busverbindung von Uesslingen nach Frauenfeld gefunden werden. Man müsse Zähne zeigen und laut bellen. Zudem sagte Büchi:

«Wenn alle Stricke reissen, bin ich auch bereit, unkonventionelle Lösungen zu finden.»

Für Buch sei die Variante mit dem Frühbus nicht optimal, sagte Engel. Dieser sei aber auf ein Jahr beschränkt, danach solle auch Buch wieder angeschlossen werden. «Bei jedem Wechsel studieren wir die Anschlüsse und geben dem Kanton detailliert Rückmeldung.» Gleichzeitig müsse man den ÖV aber auch nutzen.

Uesslingen-Buch soll keine 2000-Watt-Gemeinde werden. Hier sind sich die beiden Frauen einig. «Dieses Label heisst noch nicht, dass man etwas ändert», sagte Engel. Ihre Kontrahentin sprach die Kosten an und sagte: «Das Geld würde man besser in Fördermassnahmen investieren.»

Langjährige Projekte abschliessen

An diesem Abend stellte Elisabeth Engel klar, dass – sollte sie wiedergewählt werden – die kommende gleichzeitig ihre letzte Amtsperiode wäre. Es gehe ihr darum, langjährige Projekte, die sich auf der Zielgeraden befänden, abzuschliessen. Engel sagte:

«Bei einem Wechsel ginge ein Teil des Wissens verloren.»

Cornelia Büchi will mindestens zwei Amtsperioden bestreiten. «Als Gemeinderätin habe auch ich mich zehn Jahre lang mit den Projekten beschäftigt», gab sie zu bedenken. Im Prinzip habe sie nur die Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre verpasst. Dennoch sei ihr bewusst, dass sie sich neu einarbeiten müsste. Dazu sei sie bereit. «Ich würde die Ärmel hochkrempeln und mich reinknien.»

Nach dem Podiumsgespräch blieb Zeit für Fragen aus dem Publikum. Diese nutzte Gemeinderat Matthias Tschanz für ein Votum. Aktuell habe man eine Pattsituation, stellte er fest. «Es ist schade, dass es so herausgekommen ist.» Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass die Ausgangslage in zwei oder vier Jahren wieder eine andere sei. «Nun ist es an Ihnen, zu entscheiden.»

Die Gesamterneuerungswahlen finden an der Bechtelisgemeinde vom Montag, 21. Januar, um 9 Uhr in der Turnhalle Uesslingen statt.

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