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Sonnige Finanzlage in Steckborn am Untersee

Unter dem Strich im Rechnungsbüchlein vom Vorjahr steht ein Gewinn von 1,685 Millionen Franken. Das buchhalterische Rekordergebnis ist vor allem auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen.
Margrith Pfister-Kübler
Blick auf Steckborn, den Untersee und die Halbinsel Höri (D). (Bild: Olaf Kühne)

Blick auf Steckborn, den Untersee und die Halbinsel Höri (D). (Bild: Olaf Kühne)

«Wir sind mit dem Budget ganz schön daneben gelegen», sagte Stadtschreiber und Finanzverwalter Hanns Wipf. Und er zauberte mit dieser Aussage ein zufriedenes Lächeln in die Gesichter der Behördenmitglieder und den 70 anwesenden Stimmbürgern an der Rechnungsversammlung am Donnerstagabend im Feldbach. Stadtpräsident Roger Forrer überliess nach seiner Begrüssung die Ausführungen zu den Zahlen dem Finanzverwalter. «Es war tatsächlich da und dort zu hören, dass wir zu wenig genau budgetieren», sagte Wipf.

Steuerkraft stieg kräftig an

Steuererträge haben es halt in sich. Dabei gab es im laufenden Jahr die grösste Abweichung von über 200 000 Franken, dazu kommen Steuern früherer Jahre. «Einschätzen, wie die wirtschaftlichen Verhältnisse der Steuerpflichtigen letztlich sind, können wir halt nicht», sagte Wipf. Die Nettoverschuldung fürs vergangene Jahr liegt zum ersten Mal seit vielen Jahren unter 2000 Franken, exakt bei 1929 Franken. Die Entwicklung der Steuerkraft hat in den beiden Jahren 2016 und 2017 einen «rechten Gump» gemacht, sagte Wipf. Die Steuererträge liegen rund 820 000 Franken über Budget. Die Steuerkraft pro Einwohner hat von 2085 Franken im Jahre 2016 auf 2201 Franken im 2017 sehr stark, genau um 5,56 Prozent, zugenommen.

Stadträtin Michaela Dähler fordert zu energiebewusstem Leben auf. Rechts sitzt Stadtpräsident Roger Forrer, links Stadtschreiber und Finanzverwalter Hanns Wipf. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Stadträtin Michaela Dähler fordert zu energiebewusstem Leben auf. Rechts sitzt Stadtpräsident Roger Forrer, links Stadtschreiber und Finanzverwalter Hanns Wipf. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Gewinn ermöglicht zusätzliche Abschreiber

Das Eigenkapital der Gemeinde konnte von 2010 bis 2017 um eine Million, das ist mehr als die Hälfte, erhöht werden. Der Ertragsüberschuss von rund 1,4 Millionen Franken wird für zusätzliche Abschreibungen verwendet, darunter 567 000 Franken für die Friedhofbauten, 306 000 Franken fürs Strandbadgebäude, 113400 Franken für den Parkplatz Riedrain (Strandbad) und weitere. Die Investitionsrechnung 2017 schliesst mit Nettoinvestitionen von 1,417 Millionen Franken.

Des Pfarrers Wort in Gottes Ohr

Wortmeldungen vor der Abstimmung gab es nur eine: Stimmbürger Pfarrer Andreas Gäumann, Kandidat für die Nachfolge von Stadtpräsident Roger Forrer, wies auf 22,35 Millionen langfristige Verbindlichkeiten hin und Zinsen, die längerfristig ansteigen würden. Er sagte: «Man muss trotz des guten Resultats die Entwicklung aufmerksam im Auge haben.» Stadtpräsident Roger Forrer antwortete: «Dein Wort in Gottes Ohr. Es ist wichtig, die Finanzen im Griff zu haben und Schulden abzubauen.»

Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt. Die Abrechnungen der Objektkredite einstimmig mit einer Enthaltung und die Gewinnverwendung wurde ebenfalls einstimmig mit einer Enthaltung genehmigt. Somit fliesst der verbleibende Gewinn von rund 192 000 Franken zum Eigenkapital.

Stadträtliche Tipps für energiebewusstes Leben

Stadträtin Michaela Dähler, zuständig für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft, zeigt sich in einem Vortrag mit viel Herzblut stolz aufs Label «Energiestadt Steckborn» und zählte die energiepolitischen Ziele auf. Energiebewusstes Leben sei eine tägliche Herausforderung. Tipps gebe es auf der Internetseite «Energiebewusst leben» der Steckborner Energiestadtkommission.

«Blauer Anker» für den Hafen

Unter Informationen sagte Stadtpräsident Roger Forrer, dass das Alterskonzept mit 30 Seiten nach den Sommerferien vorgestellt werde. Ausserdem stehe die Gemeindeordnung zur Überarbeitung an. Nach den Sommerferien würden die Parteien und die Geschäftsprüfungskommission zur Stellungnahme eingeladen. Dass Steckborn als einziger Hafen am Untersee die Umweltflagge «Blauer Anker» erneut bekommen hat, wurde mit Applaus verdankt. Im Anschluss waren alle zu einem Apéro und Würsten vom Grill eingeladen.

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