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Solide Matzinger Finanzlage verkommt zur Nebensache

Der Matzinger Gemeinderat legte den Stimmbürgern ein viel besseres Rechnungsresultat vor, als er erwartete. Zu reden gaben an der Versammlung am Donnerstagabend vielmehr Tempo 30, Berliner Kissen oder die Migros.
Samuel Koch
Sogenannte Berliner Kissen waren im vergangenen Jahr als Versuch auf der alten Poststrasse zu finden. Neu hat sie die Behörde auf Juch- und Hardstrasse installieren lassen. (Bild: Andrea Stalder)

Sogenannte Berliner Kissen waren im vergangenen Jahr als Versuch auf der alten Poststrasse zu finden. Neu hat sie die Behörde auf Juch- und Hardstrasse installieren lassen. (Bild: Andrea Stalder)

Die Prioritäten haben sich verschoben. Zunächst erschienen am Donnerstagabend lediglich 40 Stimmbürger zur Rechnungsgemeinde in die Mehrzweckhalle. «Normalerweise begrüsse ich an dieser Stelle jene Stimmbürger, die zum ersten Mal an einer Versammlung teilnehmen», eröffnete Gemeindepräsident Walter Hugentobler nüchtern. Weil aber dennoch jemand Junges zugegen war, für welchen es aber keine Premiere war, begrüsste ihn Hugentobler persönlich.

Walter Hugentobler, Gemeindepräsident Matzingen. (Bild: Donato Caspari)

Walter Hugentobler, Gemeindepräsident Matzingen. (Bild: Donato Caspari)

Die Prioritäten an der rund 40-minutigen Versammlung verschoben sich auch thematisch. Denn am meisten zu reden gab nicht etwa die Finanzlage, sondern das Traktandum Mitteilungen, bei welchem zahlreiche Voten eingingen. So thematisierten mehrere Stimmbürger den Verkehr. «Tempo 30 gibt es fast auf allen Quartierstrassen. Warum noch nicht bei uns», fragte jemand. «Weil bei Euch so viele vernünftige Leute wohnen», witzelte der zuständige Gemeinderat Hanspeter Krähenbühl, ehe er das Anliegen notierte und ergänzte: «Wir schauen das an.» Auch die derzeit zahlreich parkierenden Autos auf der Juchstrasse waren eine Wortmeldung wert. «In Frauenfeld gibt es ein Reglement, das wildes Parkieren in den Quartieren untersagt», sagte jemand. In Matzingen sei ein solches Reglement zwar auch schon diskutiert, aber noch nicht eingeführt worden. Die vermehrt parkierenden Autos seien laut Krähenbühl eine Folge der derzeit laufenden Sanierung, weshalb die entsprechende Tiefgarage derzeit nicht zugänglich ist.

«Bei Euch im Quartier gibt es noch keine Tempo-30-Zone, weil bei Euch so viele vernünftige Leute wohnen.»

Auch gab es eine Frage wegen der verkehrsberuhigenden Gummimatten, den sogenannten Berliner Kissen. «Wir haben die drei Kissen neu auf der Juch- und der Hardstrasse montiert», sagte Krähenbühl. Jemand anderem sind die neuen Einspurstreifen und Parkplätze vor der geplanten Migros an der St. Gallerstrasse aufgefallen. «Es handelt sich um ein laufendes Verfahren», sagt Gemeindepräsident Hugentobler. Der Fall liege derzeit wegen einer Beschwerde beim kantonalen Departement für Bau und Umwelt. «Wir haben die Bewilligung erteilt, der Rest liegt nicht in unserer Hand.»

Frage zu Erneuerungswahlen bleibt unbeantwortet

Definitiv in der Hand der Gemeindebehörde liegt die Rechnung, die um knapp 760000 Franken besser abschliesst als angenommen. «Das Resultat zeigt, dass die Steuersenkung drinliegt», legitimierte Hugentobler die Senkung um fünf Prozentpunkte per 2018. Summa summarum resultierte bei einem Gesamtaufwand von rund 5,443 Millionen Franken ein Gewinn von knapp 600000 Franken. Grössere Abweichungen gegenüber dem Budget weisen vor allem die Steuern und das Soziale auf. Bei den Steuern schlagen primär die Mehrerträge von knapp einer halben Million Franken zu Buche. «Das hat auch mit unserem Wachstum zu tun», meinte Hugentobler. Beim Sozialen sind einerseits weniger Ausgaben und andererseits höhere Einnahmen für das Resultat verantwortlich. Einstimmig hiessen die Stimmbürger sowohl der Rechnung als auch der Gewinnverwendung gut, wobei der Grossteil des Gewinns in ausserordentliche Abschreibungen fliesst.

Noch offen ist die Frage zu den Wahlen 2019. «Diese Frage hätte ich heute von den Stimmbürgern erwartet», sagte Walter Hugentobler nach der Versammlung. Beantworten konnte und wollte er sie trotzdem nicht. «Wir treffen uns im September zu einer Sitzung und werden dann kommunizieren.»

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