Glosse
«Sol lucet omnibus» - sogar in Weinfelden

Murgspritzer aus Frauenfelder Sicht über das Ortsbus-Projekt in der jüngsten Thurgauer Stadt

Stefan Hilzinger
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Bus Nr. 2 unterwegs zum Flurhof.

Bus Nr. 2 unterwegs zum Flurhof.

(Bild: Donato Caspari)

Zwar behauptete der Gallier Obelix stets: «Die spinnen, die Römer.» Aber da und dort hatten die Lateiner eben doch recht. Etwa mit der Feststellung, dass die Sonne für alle scheint. Das Zitat «Sol lucet omnibus» des Schriftstellers Gaius Petronius Arbiter jedenfalls hat die Zeit überdauert.

Stefan Hilzinger, Redaktor

Stefan Hilzinger, Redaktor

(Bild: Reto Martin)

Es gibt natürlich Orte, wo die Sonne noch etwas glänzender scheint als anderswo. Etwa Frauenfeld, wo das legendäre «Sonne über Frauenfeld», geäussert vom damaligen Stadtammann Hans Bachofner, sich über die Jahrzehnte zu einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung entwickelte. Auf die Sonne hat die Hauptstadt zwar keinen Alleinanspruch, das dann doch nicht, nanei. Aber gerade in Zeiten von Hochnebel und Rübenduft tut es gut zu wissen, das Sonnengott Sol den Frauenfelderinnen und Frauenfeldern grundsätzlich wohlgesinnt ist

Gewiss: Die Neo-Stadt im schönen Thurgi steht ebenfalls im wärmenden Sonnenlicht. Dort hilf Sol etwa den Reben auf die Sprünge, so dass sich deren Saft mittlerweile zu den Besten hierzulande zählen darf. Während punkto Sol also alles in bester Ordnung ist, sieht es punkto Omnibus weniger gut aus. Ob es daran liegt, dass der bloss Orts- und nicht Stadtbus heisst?

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