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Sitzungstag: Thurgauer Kantonsräte wollen am Mittwoch Zeit für die Familie

Sieben Parlamentarier wollen erreichen, dass der Grosse Rat künftig an einem anderen Wochentag zusammenkommt. Vor allem Eltern sollen den schulfreien Nachmittag für soziale Kontakte, Freizeitaktivitäten und Termine wie Zahnarztbesuche zur Verfügung haben.
Larissa Flammer
Die letzte Grossratssitzung unter Präsidentin Heidi Grau Ende Mai 2018. (Bild: Donato Caspari)

Die letzte Grossratssitzung unter Präsidentin Heidi Grau Ende Mai 2018. (Bild: Donato Caspari)

Abgesehen von der Wega-Sitzung, die an einem Montag stattfindet, trifft sich der Grosse Rat jeweils am Mittwoch. Das wollen sieben Kantonsräte ändern. Sie reichten diese Woche den Vorstoss «Ratsfreier Mittwoch – für eine bessere Vereinbarkeit von Politik und Familie» ein.

Der Vorstoss ist breit abgestützt. Die sieben Motionäre kommen aus allen sieben Fraktionen: Marina Bruggmann (SP, Salmsach), Gina Rüetschi (GP, Frauenfeld), René Walther (FDP, Münsterlingen), Marlise Bornhauser (EDU, Weinfelden), Pascal Schmid (SVP, Weinfelden), Maja Bodenmann (CVP, Diessenhofen) und Lucas Orellano (GLP, Frauenfeld).

Welcher Tag es neu sein soll, ist noch nicht definiert

Die Kantonsräte argumentieren damit, dass der Grosse Rat ein Milizparlament ist. Personen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen sollen das Mandat neben beruflichen und privaten Verpflichtungen ausüben können. Die meisten Thurgauer Grossratssitzungen dauern zwar nur bis 12.30 Uhr. Doch wie die Motionäre schreiben, finden danach oft noch weitere Veranstaltungen, Sitzungen oder Treffen von Interessengruppen statt. Zwei- bis fünfmal jährlich tagt der Rat zudem auch am Nachmittag.

Weil der Mittwochnachmittag jedoch schulfrei ist, stellt das Eltern und Parlamentarier mit sonstigen familiären Betreuungsaufgaben vor eine zusätzliche Herausforderung, wie es im Vorstoss heisst.

«An diesem Nachmittag sollten soziale Kontakte gepflegt, Freizeitangebote oder Termine wie Zahnarztbesuche wahrgenommen werden können.»

Das Verschieben der Ratssitzung sei eine «wertvolle Investition in die Politik von morgen», weil es Eltern von schulpflichtigen Kindern ermöglicht, angemessen im Rat vertreten zu sein.

Der neue Sitzungstag ist noch zu definieren. Wenn die Mehrheit des Grossen Rats dem Anliegen zustimmt, erhält das Büro den Auftrag, die Geschäftsordnung auf die nächste Amtsperiode entsprechend anzupassen.

Nachbarn bevorzugen Sitzung zum Wochenstart

In den Nachbarkantonen ist der Montag der beliebteste Sitzungstag. Sowohl die Kantonsparlamente in Zürich, Schaffhausen sowie den beiden Appenzell tagen Anfang Woche.

Die Schaffhauser und die Zürcher diskutieren in der Regel wie die Thurgauer einen Vormittag lang – die Zürcher wöchentlich, die Schaffhauser alle 14 Tage. Die Kantonsräte von Appenzell Ausserrhoden treffen sich zu sieben ganztägigen Sitzungen pro Jahr, die Innerrhoder zu fünf. Auch der St.Galler Kantonsrat tagt in der Regel nur fünfmal pro Jahr – dafür diskutieren dessen Mitglieder dann jeweils zwei oder drei Tage lang. Die Session beginnt immer an einem Montag.

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