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Sirnacher loben die Kommunikation ihrer Gemeinde

An einer Analyse der Fachhochschule St. Gallen beteiligten sich 359 Personen aus allen Dörfern der Gemeinde Sirnach. Ihr Grundtenor lautet: Sie sind mit ihrer Gemeinde zufrieden, würden aber gerne weniger Steuern bezahlen.
Olaf Kühne
Gemeindepräsident Kurt Baumann und Schulpräsident Urs Schrepfer an einer Pressekonferenz. Die Sirnacher Kommunikationspolitik erhielt in einer repräsentativen Befragung Bestnoten. (Bild: Olaf Kühne)

Gemeindepräsident Kurt Baumann und Schulpräsident Urs Schrepfer an einer Pressekonferenz. Die Sirnacher Kommunikationspolitik erhielt in einer repräsentativen Befragung Bestnoten. (Bild: Olaf Kühne)

Sirnacher finden, dass sie für staatliche Leistungen zu viele Steuern bezahlen. Diese wenig erstaunliche Erkenntnis förderte eine Einwohnerzufriedenheitsanalyse zutage, welche der Sirnacher Gemeinderat bei der Fachhochschule St. Gallen in Auftrag gegeben hatte. Dabei waren die Steuern einer von elf Themenblöcken, zu welchen die Schule 359 Personen befragte.

«Wir wollten zum Ende der Legislatur wissen, wo wir als Gemeinderat stehen.»

Erstaunlich am Ergebnis zum Themenblock Steuern ist einzig, dass die Sirnacherinnen und Sirnacher damit, wenn auch unzufrieden, so doch überdurchschnittlich zufrieden sind. Führte doch die Fachhochschule die selber Umfrage bereits in 70 Schweizer Gemeinden durch.
Nun zeigt sich, dass sich die Sirnacher Umfrageergebnisse in allen Themen sehr nahe am Durchschnitt bewegen – mit nur marginalen Abweichungen nach oben oder unten. So wurde denn das Steuerthema nicht nur in Sirnach mit der schlechtesten Note aller Themen bewertet, sondern schlicht in allen 70 Gemeinden. Nur in Sirnach eben besser als im Durchschnitt aller befragten Kommunen.

Bestnoten für die Kommunikation

Am anderen Ende der Skala, sowohl absolut als auch im Vergleich, rangiert die Kommunikation der Gemeinde. Hier erzielt Sirnach bei seinen Einwohnern Bestnoten. Tatsächlich investiert man hier auch einiges: monatliche, umfangreiche Gemeindenachrichten, regelmässige Pressekonferenzen, Infoveranstaltungen vor jeder wichtigen Abstimmung und nicht zuletzt eine aktuelle Gemeindewebsite.
Weniger gut, aber stets recht durchschnittlich, kommen die Ergebnisse zu den Themenblöcken Gesundheit und Verkehrswesen daher.

Letzteres dürfte sich wohl verbessern, wenn dereinst die Umfahrungsstrasse Spange Hofen in Betrieb geht. Ihr Baustart erfolgte diesen Herbst. Hingegen ist die Gesundheit eigentlich kein kommunales Thema. Eigentlich. Denn Gemeindepräsident Kurt Baumann sagt: «Es gibt Veranstaltungen, die der Gesundheitsförderung dienen und die eine Gemeinde durchführen kann.»

Direkten Handlungsbedarf sieht Baumann indes nicht. «Wir haben die Umfrage in Auftrag gegeben, weil wir zum Ende der Legislatur wissen wollten, wo wir als Gemeinderat stehen», sagt er. Mit dem Ergebnis der Befragung sei man zufrieden. Weil aber kein Thema auffallend negativ beurteilt wurde, drängten sich auch keine Sofortmassnahmen auf. «Wir werden die Analyse in die neue Legislatur mitnehmen», verspricht Baumann, «und sie laufend in unsere Geschäfte einfliessen lassen.»

Das wird der Sirnacher Gemeinderat beruhigt tun können. Schliesslich erntete die Behörde selbst ebenfalls eine gute und vor allem überdurchschnittliche Bewertung. Die Gemeinderäte dürfen den Gesamterneuerungswahlen vom 10. Februar also gelassen entgegensehen.

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