Sirnach
Nach Petition: Wiezikon erhält neue Verkehrsberuhigungen

Mittels Petition hatten Einwohner von Wiezikon beim Sirnacher Gemeinderat Radarkontrollen in ihrem Dorf gefordert. Um die Grundlage dafür zu schaffen, lässt die Behörde nun neue Verkehrsberuhigungen bauen.

Roman Scherrer
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Auf der Wieziker Dorfstrasse bestehen bereits heute Verkehrsberuhigungen.

Auf der Wieziker Dorfstrasse bestehen bereits heute Verkehrsberuhigungen.

Bild: Roman Scherrer

Wer in Richtung des Wieziker Dorfzentrums unterwegs ist, muss zuvor das Tempo drosseln. Hier gilt seit mehreren Jahren Tempo 30. Wie einige Einwohner festgestellt hatten, halten sich zu viele Verkehrsteilnehmer aber nicht an diese Limite. Vor einem Jahr haben sie deshalb dem Sirnacher Gemeinderat eine Petition eingereicht, mit der sie in Wiezikon Radarkontrollen fordern.

Solche Kontrollen kann die Thurgauer Kantonspolizei in 30er-Zonen auf Antrag der Gemeinde durchführen. Aber, sagt Gemeindepräsident Kurt Baumann:

«Damit die Polizei das machen kann, muss eine 30er-Zone auch so ausgestaltet sein, dass sie diesen Namen auch verdient.»

Für Radarkontrollen sind – zusätzlich zu den bestehenden – weitere verkehrsberuhigende Massnahmen nötig. Auch weil die Tempomessungen, welche die Gemeinde aufgrund der Petition durchführen liess, zeigten, dass das Geschwindigkeitsniveau zu hoch ist.

Ein externer Verkehrsplaner hat mittlerweile Vorschläge für Verkehrsberuhigungen gemacht, welche der Gemeinderat mit Vertretern der Petition besprochen und gutgeheissen hat. Geplant sind demnach mehrere sogenannte seitliche Einengungen, also «Inseln», welche jeweils versetzt an Strassenrändern gebaut werden. Diese sollen auf der Dorf- und der Widenackerstrasse zu stehen kommen. Zudem ist auf der Dorfstrasse die Anpassung einer Kreuzung vorgesehen.

Kurt Baumann,Gemeindepräsident Sirnach.

Kurt Baumann,
Gemeindepräsident Sirnach.

Bild: Donato Caspari

«So sollte Tempo 30 besser eingehalten werden», sagt Baumann. Im kommenden Frühling werden die Massnahmen umgesetzt. Weil sie in einer bestehenden Tempo-30-Zone erstellt werden, sei dafür keine öffentliche Auflage nötig, sondern lediglich die Bewilligung des kantonalen Tiefbauamts, erklärt Baumann. Nach Umsetzung der Massnahmen werde man mittels Tempomessungen prüfen, ob Radarkontrollen nötig sind.

Verkehrsberuhigungen gibt es in Wiezikon seit knapp 20 Jahren. Anfangs waren einige Einwohner wenig begeistert darüber. So gab es bereits 2001 Einsprachen gegen die damals provisorisch erstellten «Inseln» am Strassenrand. Zwei Jahre später haben Unbekannte die Provisorien am nördlichen Dorfeingang zweimal abgebaut. Während sie beim ersten Mal die gelb-schwarzen Steine der Inseln auf die Wiese neben der Strasse legten, haben sie – nach einem Wiederaufbau durch den kommunalen Werkhof – die Markierungen die Böschung hinunter geworfen.