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Nach Sintflut: Frauenfelder Badi bleibt zu

Nach den starken Regenfällen bleibt das Frauenfelder Hallen-, Frei- und Sprudelbad bis auf weiteres geschlossen. Die Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren. Noch ist unklar, wie hoch der finanzielle Schaden ist.
Rahel Haag
Technikraum am Freitagabend: Später stand das Wasser gar tischhoch. (Bild: PD)

Technikraum am Freitagabend: Später stand das Wasser gar tischhoch. (Bild: PD)

Nun wird das Ausmass der Schäden sichtbar. «Es ist so schlimm wie befürchtet», sagt Fabrizio Hugentobler. Während des Unwetters am vergangenen Freitag stand er in seiner Funktion als Kommandant der Feuerwehr Frauenfeld im Einsatz. Nun geht für ihn die Arbeit als Amtsleiter Freizeitanlagen und Sport weiter.

Unter anderem wurde am Freitag der Technikraum des Hallen-, Frei- und Sprudelbads geflutet. «Das Wasser stand Tischhoch, ungefähr 72 Zentimeter», sagt Hugentobler. Dabei nahmen Haus- wie auch Badewassertechnik Schaden. «Es wurden Lüftung, Heizung sowie Badewasseraufbereitungsanlage beschädigt», zählt er auf. Im Bereich der Elektronik traf es Steuerungen, Schalkästen und Elektromotoren. Den finanziellen Schaden kann Fabrizio Hugentobler derzeit noch nicht beziffern.

Das Wasser drang über den Aussenabgang in den Technikraum. Zudem sprudelte das gesamte Dach- und Schmutzwasser aus dem Pumpenschacht in die Technik, weil dieser die grossen Wassermengen nicht mehr aufzufangen und abzuleiten vermochte. Auch die Ausgleichsbecken der Badi seien überlaufen. Normalerweise fangen sie überschüssiges Wasser auf. «Für die Massen am Freitag haben sie aber nicht ausgereicht.»

Wiedereröffnung ist von Lieferterminen abhängig

Wie lange die Reparaturarbeiten dauern werden, sei noch nicht endgültig absehbar. Es werde aber mit Hochdruck daran gearbeitet. «Einige wichtige Termine konnten noch nicht fixiert werden», sagt Hugentobler. Dementsprechend sei es auch davon abhängig, wann die Badi wiedereröffnet werden kann. Frühestens Mitte nächster Woche könnten Teile des Bades wieder aufgehen. «Das ist aber eine optimistische Prognose», sagt Hugentobler. Nach den Reparaturen sei vorgängig noch ein Testlauf nötig. Sollten bei der Inbetriebnahme nochmals Schäden auftreten, würde sich die Wiedereröffnung weiter verzögern.

«Der Zeitpunkt ist sehr ungünstig», sagt Hugentobler und meint damit nicht nur den heissen Sonntag, an dem die Badi geschlossen bleiben musste. Es geht um die Pläne der Stadt, das Hallenbad am jetzigen Standort durch einen Neubau für 33 Millionen Franken zu ersetzen. Hierzu hat der Gemeinderat bereits Ja gesagt. «Wir wissen aber noch nicht, ob auch das Volk dem Vorschlag zustimmen wird», sagt Hugentobler. Zudem handle es sich hierbei um einen langen Planungsprozess. «Nichts zu tun und einfach abzuwarten, ist keine Option.» So muss nun zweimal Geld ins Hallenbad investiert werden.

Drei Feuerwehrfahrzeuge erlitten Totalschaden

Am Mittag steht Fabrizio Hugentobler wieder als Kommandant der Feuerwehr Frauenfeld in der unteren Fahrzeughalle. Auch sie wurde am Freitagabend überschwemmt. «Jetzt ist es hier wieder trocken», sagt er am Telefon. Die Wassermassen beschädigten drei Fahrzeuge, die noch am Samstag abgeschleppt wurden. Diagnose: Totalschaden. Auch hier steht noch nicht fest, wie hoch der finanzielle Schaden insgesamt ausfallen wird.

Das restliche Material sei zum Trocknen ausgebreitet worden. «Die Motorenspritzen konnten wir zum Glück retten», sagt Hugentobler, «sie wären schon wieder einsetzbar.» Bleibt zu hoffen, dass dies in nächster Zeit nicht nötig sein wird.

Turnhalle überschwemmt

Auch die Schulanlage Reutenen wurde vom Unwetter schwer getroffen. Die Wassermassen liessen ein Fenster der unteren Turnhalle bersten und überschwemmten diese. «Wir werden die Halle erst nach den Sommerferien wieder benützen können», sagt Andreas Wirth, Präsident Schulen Frauenfeld. Zum finanziellen Schaden kann er noch nichts sagen. Auch in zwei Klassen- sowie das Informatikzimmer drang Wasser ein. «Es stand etwa 30 Zentimeter hoch.» Auch diese werden erst im neuen Schuljahr wieder für den Unterricht zur Verfügung stehen. «Aktuell findet glücklicherweise eine Sonderwoche statt», sagt er, «dadurch sind viele Schulklassen ausser Haus.» Kommende Woche werde man schauen müssen, wie man die Sache koordiniere. Wirth war am Freitagabend selber vor Ort. «Ich bin allen, die geholfen haben sehr dankbar für ihren Einsatz.» Dadurch hätten weitere Schäden verhindert werden können.

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