Simon Gerber bekommt bei «Bauer, ledig, sucht...» eine zweite Chance

Die erste Frau brach ihre Hofwoche vorzeitig ab. Bauer Simon Gerber wollte aber nochmals mitmachen. So fanden die Macher von «Bauer, ledig, sucht ...» neue Kandidatinnen. Ob diesmal der Funke springt?

Dinah Hauser
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Bauer ledig sucht Kandidat Simon Gerber aus Hörhausen mit seinem jungen Kater Tigi vor dem Hühnerstall. (Bild: Andrea Stalder)

Bauer ledig sucht Kandidat Simon Gerber aus Hörhausen mit seinem jungen Kater Tigi vor dem Hühnerstall. (Bild: Andrea Stalder)

Der Weg von Hörhausen zum Seehaldenhof ist länger als gedacht. Ein langer Kiesweg führt durch einen Wald, bis endlich der Hof in Sichtweite kommt. Kaum ausgestiegen, erscheint das tapsige Begrüssungskommando: zwei kleine Kater, die auf die Namen Lumpi und Tigi hören. Sie sind der Stolz von Bauer Simon Gerber.

Während der schwarze Lumpi auf dem Schoss Platz nimmt, findet Tigi den sich bewegenden Stoff des Hosenbeins sehr interessant und krallt sich ab und an daran fest. «Normalerweise ist Lumpi der aktivere der beiden», sagt der 37-Jährige. Die Namen sind also Programm, wenn auch manchmal die Charaktere vertauscht wirken.

Zur Person

Simon Gerber ist gelernter Zimmermann und Landwirt. Auf dem Hof, den er vor sieben Jahren von seinem Vater übernommen hatte, betreibt er Ackerbau und eine Rindermast. Wegen des trockenen Sommers musste er einige Rinder verkaufen. Von den anfangs 20 Rindern sind nun noch 14 übrig.

Tagsüber arbeitet Gerber als Zimmermann. Abends kümmert er sich um seine Felder und Tiere. Der 37-Jährige reist gerne. Für seine nächsten Ziele hat er Dublin, London und die USA ins Auge gefasst. (dh)

Simon Gerber ist froh, dass er sich die beiden Kater erst nach dem Dreh der ersten Hofwoche angeschafft hatte. «Das wäre sonst mit Claudias Hunden nicht so gut ausgegangen», sagt Gerber über seinen ersten Auftritt bei «Bauer, ledig, sucht ...». Bei Hofdame Claudia wollte der Funke allerdings trotzdem nicht so recht springen. Sie verliess den Hof vorzeitig.

Nun bekommt Simon Gerber eine zweite Chance. Das Team hinter «Bauer, ledig, sucht ...» hatte sein Versprechen ernst genommen: Der 37-Jährige wollte nochmals mitmachen, falls sich eine weitere Kandidatin finden lässt. Gesagt, getan: Marco Fritsche kam mit neuen Bewerbungsbriefen vorbei.

Die neue Hofdame heisst Julia

Ein schwarzer Umschlag mit silberner Schrift hat Eindruck hinterlassen: Gerber entscheidet sich für Julia. Die 31-jährige Solothurnerin ist sportlich und wandert gerne. Julia mag das Land­leben und ist ein Familienmensch, heisst es von Seiten der Organisatoren. Im Brief schreibt sie, dass ihr Vater Schreiner sei. Das passt gut, denn Gerber ist gelernter Zimmermann und hat die Wohnung seines Vaters selbst renoviert. Gerber selbst beschreibt die Hofdame als «eine selbstbewusste Frau, die voraus denkt». Zudem sei sie ein unheimlich lieber Mensch. Er hat sie gewählt, «weil ich ein gutes Gefühl hatte».

Bei seinem zweiten Auftritt wusste Gerber bereits wie der Hase läuft und tritt dementsprechend entspannter auf. Ein klein wenig nervös war er aber trotzdem. Denn: Seine Hofdame hatte er zuvor nie gesehen. Gerber sagt:

«Ich wusste praktisch nichts über Julia.»

Immerhin stünden keine Probleme mit den beiden jungen Katern an. Die Hofdame Julia hatte im Brief keine Hunde angekündigt.

Spritztour auf dem See

Gerber holt Julia gemütlich mit dem Motorboot ab. Nach einigen Minuten Fahrt überlässt Gerber seiner Hofdame sogar das Steuer. Sie findet es toll, wenn ein Mann das Steuer aus der Hand gibt. Die beiden scheinen zu harmonieren, wäre da nicht ein Patzer: Gerber hatte vor Nervosität fast Julias Gepäck auf dem Steg vergessen. Sie findet das «herzig» und sagt: «Ich wäre auch ohne Gepäck zu Simon nach Hause gegangen.»

Hinweis
Ob diesmal der Funke springt, ist donnerstags um 20.15 Uhr auf dem Sender 3 Plus zu sehen.