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Silentium um Insel Werd: Schutzzonen für Vögel eingerichtet

In der Bucht und um die Insel Werd gibt es neu Schutz- und Ruhezonen für Wasservögel. Kiesbänke dürfen nicht mehr betreten werden. Hunde müssen angeleint sein.
Margrith Pfister-Kübler
In Eschenz richten Naturschützer mit Hilfe der Gemeinde am Rhein eine Ruhezone für Wasservögel ein. (Bild: Reto Martin)

In Eschenz richten Naturschützer mit Hilfe der Gemeinde am Rhein eine Ruhezone für Wasservögel ein. (Bild: Reto Martin)

Mit Absperrungen bei der Insel Werd, dem Nili und der Eschenzer Bucht wollen die Eschenzer Behörde und die Interessengemeinschaft (IG) «Grün Eschenz» die störenden Nutzungen durch Erholungssuchende und Wassersportler eindämmen.

Am Freitag rückten unter der Leitung von Gemeindepräsident Claus Ullmann, Peter Brunner von der IG Grün und die Initianten für diese Hilfsaktion, der Eschenzer Ornithologe Urban Wenk und seine Ehefrau Anette Hagoort sowie weiteren IG-Mitgliedern aus, um Pfähle zu setzen, Bänder zu spannen und Hinweistafeln zu montieren. «Die Wasservögel werden durch den niedrigen Wasserstand von der Wasser- und der Landseite durch Erholungssuchende und Freizeitsportler gestört», sagte Gemeindepräsident Claus Ullmann am Treffpunkt vor der Insel Werd und fügte an:

«In unserer Gemeinde herrscht ein ausgeprägtes Bewusstsein für unsere Natur.»

Die Naturschützer richten mit Hilfe der Gemeinde am Rhein eine Ruhezone für Wasservögel ein. (Bild: Reto Martin)

Die Naturschützer richten mit Hilfe der Gemeinde am Rhein eine Ruhezone für Wasservögel ein. (Bild: Reto Martin)

Ullmann dankte allen für das ehrenamtliche Engagement. Peter Brunner von der IG Grün, Eschenz und Wagenhausen, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindebehörde. Pfähle, Absperrbänder und die Hinweistafeln lagen parat.

Auch die Franziskaner fühlen sich gestört

An insgesamt zehn Plätzen wurden Absperrungen vorgenommen: Auf der Franziskaner-Insel Werd, im Gebiet Nili, im Hägeliwis, im Schalmewinkel, im Räwis und im Gebiet Eschenzerhorn. Die Massnahmen sind in Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachstellen und der Eschenzer Naturschutzgruppe erarbeitet worden. «Die Belastung für die Insel Werd ist durch das Niedrigwasser derzeit extrem hoch, auch die Privatsphäre der Mönche wird gestört», sagte Claus Ullmann. Der hintere Teil der Insel ist der Ruheplatz für die Franziskaner-Brüder.

Über die Kiesbänke laufen die Leute durch den Garten, baden im Rhein. Ullmann sagt:

«Wir bitten die Leute, in den öffentlichen Strandbädern zu baden»

Auch im Bereich Nili, wo jetzt ebenfalls Sandbänke locken, sind immer mehr Leute mit freilaufenden Hunden unterwegs. Es seien mehrheitlich Auswärtige, denn die Einheimischen wüssten um den Schutz der Wasservögel, erklärte eine Nili-Anwohnerin, die ihren Namen nicht genannt haben will. Auch Stand-up-Paddler stören vermehrt die Natur und werden um Rücksicht gebeten.

«Sobald sich die Situation mit dem extremen Niedrigwasserstand entschärft, werden wir die Markierungen zurückbauen», stellt Ullmann in Aussicht.

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