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Sie wollen den Atlantiklachs zurückholen – Komitee überreicht 5246 Unterschriften für die Thurgauer Biodiversitätsinitiative

Das überparteiliche Komitee hat sich am Mittwochvormittag im Frauenfelder Regierungsgebäude versammelt. Der Präsident geht davon aus, dass der Grosse Rat die Gesetzesinitiative unterstützt und sich eine Volksabstimmung erübrigt.
Thomas Wunderlin
Das überparteiliche Komitee mit Präsident Kurt Egger (rechts) bei der Übergabe der Unterschriften im Regierungsgebäude Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder)

Das überparteiliche Komitee mit Präsident Kurt Egger (rechts) bei der Übergabe der Unterschriften im Regierungsgebäude Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder)

Die automatische Tür des Regierungsgebäudes in Frauenfeld machte sich störend bemerkbar. Kurt Egger, der Präsident des Initiativkomitees, stand im Sichtwinkel des Sensors, so dass sich die Tür alle paar Sekunden öffnete und wieder schloss. Aufgrund des Regens war die formelle Übergabe der 5246 beglaubigten Unterschriften am Mittwoch um 9 Uhr ins Gebäudeinnere verschoben worden.

Die Volksinitiative verlangt, dass der Thurgau eine kantonale Strategie zur Förderung der Biodiversität entwickelt und zu ihrer Umsetzung zusätzlich jährlich drei bis fünf Millionen Franken zur Verfügung stellt. Für das Zustandekommen verlangt die Kantonsverfassung 4000 Unterschriften.

Eine Volksabstimmung könnte sich erübrigen

Ricarda Zurbuchen, die Leiterin der Kanzleidienste, nahm die in Ordnern eingereihten Unterschriftenbogen entgegen. Die Beglaubigungen würden überprüft, danach werde der Regierungsrat das Zustandekommen des Volksbegehrens feststellen, erklärte sie. Der Grosse Rat habe danach ein Jahr Zeit für die Behandlung.

Egger geht davon aus, dass das Parlament die Gesetzesinitiative unterstützt und sich eine Volksabstimmung erübrigt. Die Initiative ist breit abgestützt. CVP, EVP, GP und GLP haben Vertreter im Komitee. Nach anfänglichem Taktieren gesellten sich auch die SP und die FDP zu den Unterstützern. Auch die katholische Kirche, der Fischereiverband, WWF, Birdlife und Pro Natura sind dabei.

Den Atlantiklachs zurück in die Thur holen

Die Unterschriften stammen aus 79 Thurgauer Gemeinden. Nur aus Mammern hat niemand unterzeichnet, was als Zufall zu werten ist. Laut Egger stammen die meisten Unterschriften aus den Städten. Die Sammlung sei nicht schwierig gewesen, da dem Anliegen viel Sympathie entgegengebracht werde.

Für Verwirrung bei der Unterschriftensammlung sorgte laut Pro-Natura-Präsident Toni Kappeler, dass auch für eine nationale Biodiversitätsinitiative gesammelt wird. Diese bezeichnete er als «wertvollen Zwilling». Sie sehe vor, dass ein Bundesbeitrag nur zusammen mit einem kantonalen Beitrag gesprochen werde.

Christoph Maurer, Präsident des Thurgauer Fischereiverbands, brachte einen Atlantiklachs aus Stoff in Originalgrösse mit. Er hoffe, der Fisch werde dereinst in die Thur zum Laichen zurückkehren.

Andreas Maurer mit dem Atlantiklachs aus Stoff. (Bild: Andrea Stalder)

Andreas Maurer mit dem Atlantiklachs aus Stoff. (Bild: Andrea Stalder)

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