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Wängemerin ist erste Thurgauer Musikgeragogin

Die Wängemer Violinistin Marie-Theres Ledergerber will mit ihrer Arbeit Lebensfreude wecken.
Maya Heizmann
Geigerin Marie-Theres Ledergerber war bereits als Orchester- und Kammermusikerin sowie als Solistin tätig. (Bild: Maya Heizmann)

Geigerin Marie-Theres Ledergerber war bereits als Orchester- und Kammermusikerin sowie als Solistin tätig. (Bild: Maya Heizmann)

«Vermehrt suchen Senioren Formen des gemeinsamen Musiklernens», sagt Marie-Theres Ledergerber. Durch aktives Musizieren entständen neue Freundschaften, würde das Leben mit Sinn erfüllt und das Wohlergehen gesteigert. «Aktives Musizieren setzt nachweislich Glückshormone frei und trägt somit viel zur Volksgesundheit bei.» Es sei die beste Prävention, geistig und körperlich fit zu bleiben und sich seine Lebensqualität zu erhalten, erklärt Marie-Theres Ledergerber. «Musik macht glücklich», davon ist die Wängemer Geigerin überzeugt.

Über 30 Jahre Unterrichtserfahrung

Nach dem Lehrdiplom am Konservatorium Winterthur absolvierte sie die Konzertausbildung in Bern, später erlangte sie das Lehrdiplom am Konservatorium Winterthur. Ein Jahr dauerte das Zusatzstudium zur zertifizierten Musikgeragogin CAS an der Hochschule Luzern.

«Ich liebe die Arbeit mit den unterschiedlichsten Menschen. Das macht jeden Unterricht und jedes Projekt einzigartig.»

Marie-Theres Ledergerber bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in Unterrichtstätigkeiten mit. Ihre Spezialgebiete sind instrumentale Früherziehung und Erwachsenenbildung. Ausserdem verfügt sie über 25 Jahre Konzerterfahrung im In- und Ausland als Orchester- und Kammermusikerin sowie als Solistin. Heute arbeitet sie unter anderem an der Musik- und Kulturschule Hinterthurgau.

«Ich liebe die Arbeit mit den unterschiedlichsten Menschen. Das macht jeden Unterricht und jedes Projekt einzigartig», sagt sie. Viele ältere Menschen würden an sich zweifeln, ob sie im Erwachsenenalter noch ein Instrument erlernen können. Diese Zweifel seien laut Ledergerber unbegründet und würden auf Vorurteilen basieren. Musizieren wirkt positiv auf die Psyche und hemmt auch aufkommende physische Defizite, davon ist Marie-Theres Ledergerber überzeugt.

Lernen ohne Leistungsdruck

Musik ist ein non verbales Kommunikationsmittel und ist auch eine Begegnungsstätte. Im geragogischen Bereich wird viel in kleineren Gruppen unterrichtet. «Das Lernen erfolgt ohne Leistungsdruck, innere Ängste verringern sich im Gruppenlernen. Spass und Freude mit der Musik werden wach», sagt die Wängemer Geigerin.

Im Einzelunterricht kann spezifischer auf die persönlichen Bedürfnisse eingegangen werden, ist jedoch im Erwachsenenalter als Ergänzung des Gruppenunterrichts denkbar. Dies kommt ganz auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen an. Marie-Theres Ledergerber musiziert auch mit demenziell erkrankten Menschen in Altersinstitutionen. Sie stellt eine positive Veränderung bei den betroffenen Personen während der Lektionen fest. «Ich bin humorvoll und lache gerne, das ist einer meiner Markenzeichen», erklärt die Geigerin. Mit Humor lerne es sich leichter. Nun startet Ledergerber wieder mit den Erwachsenen-Kursen der Musik- und Kulturschule Hinterthurgau «Frisch gestrichen» für Einsteiger und Wiedereinsteiger auf der Violine.

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