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Glosse

Sich mit Flatrate-Saufen aufgeben – Oder wieso das Historische Museum in der Hauptstadt Frauenfeld bleibt

Murgspritzer: Wer ein Museum MoMö nennt, hat vom Leben nichts mehr zugute. Das jedenfalls behauptet TZ-Redaktor Mathias Frei. Und er hat eine Idee für den Oberthurgau: eine Duty-free-Fähre auf dem Bodensee.
Mathias Frei
In Arbon hat sich bereits ein Anti-Flatrate-Komitee gegründet. (Bild: Nana do Carmo, 24.August 2007)

In Arbon hat sich bereits ein Anti-Flatrate-Komitee gegründet. (Bild: Nana do Carmo, 24.August 2007)

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Romanshorn hatte diese Einsicht. Romanshorn hat aufgegeben beim Historischen Museum Thurgau. Wäre nicht nötig gewesen. Das Museum bleibt sowieso in Frauenfeld. Aber ob es nun besser wird, ist eine andere Frage. Ein Bahnhof und eine Fähre, damit man möglichst schnell wieder wegkommt: Das muss in Romanshorn reichen. Wer mehr will, muss kreativ werden. Wenn zum Beispiel die Fähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen irgendwo in internationalem Gewässer einen Halt einlegen würde, könnte man zollfrei Schnaps und Zigaretten verticken. Erfinderisch muss man sein. Eine Partyfähre für die desillusionierte Oberthurgauer Jugend. Duty-free-Flatrate-Saufen. Das wäre dann der neue Bodenseetourismus. Und die Apfelkönigin verteilte beim Vertreten der Fähre Oberthurgauer Obst, sponsored by MoMö. Also nicht MoMA. Nein. MoMö. MoMö!

Mathias Frei, Redaktor Thurgauer Zeitung, Ressort Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Mathias Frei, Redaktor Thurgauer Zeitung, Ressort Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Mit MoMö hat sich der andere Oberthurgauer Siedlungsflecken aufgegeben. Frauenfeld hat das Historische Museum, New York das Museum of Modern Art (MoMA) – und Arbon hat das MoMö. Wer ein Museum MoMö nennt, hat vom Leben nichts mehr zugute. MoMö, Moschtmösium. Betonung auf dem ersten «i». Englisch. In Frauenfeld wäre MoMö ein Grund für eine Abwahl. Aber sei’s so. Der Oberthurgauer Mob kennt sich ja besser aus mit Abwahlen. Auf jeden Fall geht es in diesem outstanding Mösium auch um gebrannte Wasser. Die man dann eben auf der Fähre ausschenken könnte. Synergien nutzen, hoi. Schon mal was gehört? Wenn der Oberthurgau ständig Flatrate saufen würde, käme man auf keine dümmeren Ideen. Womit grosses Unheil vom Historischen Museum abgewendet wäre.

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