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Selbstloser Abschied des Thundorfer Urgesteins

Alois Hersche übergibt Ende Monat das Gemeindepräsidium nach acht Jahren an seinen Nachfolger Dani Kirchmeier. Im Gemeinderat wirkte er noch viel länger mit.
Samuel Koch
Alois Hersche war 24 Jahre lang Teil des Thundorfer Gemeinderats. (Bild: Samuel Koch)

Alois Hersche war 24 Jahre lang Teil des Thundorfer Gemeinderats. (Bild: Samuel Koch)

Ulrich Schmidli, Hermann Bürgi oder Philipp Stähelin: So hiessen drei Thurgauer Regierungsräte, als ein parteiloser Landwirt namens Alois Hersche im Jahr 1995 in den Gemeinderat von Thundorf nachrutschte. 24 Jahre später gibt der heute 67-Jährige sein Amt in neue Hände. Während zwei Legislaturen stand der Wetziker der 1400-Seelen-Gemeinde im Tuenbachtal vor, Ende Mai läuft sein Engagement nach zwei Dutzend Jahren ab.

Mit seinem bereits im vergangenen Jahr angekündigten Rücktritt verschaffte Hersche der Gemeinde genügend Zeit, um seine Nachfolge zu regeln. Im Februar wählten die Stimmberechtigten den bisherigen Gemeinderat Dani Kirchmeier neu ins Gemeindepräsidium.

Ein spezieller Abschied an seiner letzten Gemeindeversammlung am 27. Mai im Thundorfer Gemeindesaal ist Hersche gewiss. Im Vorfeld auf seine langjährige Amtszeit zurückblicken möchte er aber nur ungern, «zumal die Gefahr besteht, sich selbst zu wichtig zu nehmen», erläutert er auf eine Anfrage. Hersche ergänzt:

«Man erzählt gerne von Erfolgen, und was nicht so gut war, wird negiert und relativiert.»

Er sei vom Stimmvolk gewählt und bezahlt worden, um für die Gemeinde möglichst gute Arbeit zu leisten. «In vielen Fällen ist das zusammen mit dem Gemeinderat gelungen», meint er. In anderen Fällen sei ein Teil der Bürger ganz anderer Ansicht. Hersche erläutert:

«Was gut und richtig war, wird die Zeit entscheiden.»

Wichtig sei, dass sich die Gemeinde in all der Zeit selbstständig weiterentwickelt habe, dass Schulden abgebaut und die Infrastrukturen auf einem hohen Stand gehalten worden seien. «Unsere Dörfer haben immer noch ihr Gesicht und ihre Ausstrahlung.»

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