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Seelinie: 150-Jahr-Jubiläum wird 2019 gross gefeiert

1869 ging das erste Teilstück der Bahn-Seelinie in Betrieb. Dampfschiffe schleppten Güterzugswagen auf Kähnen über den Bodensee. Das Doppel-Jubiläum wird im Mai 2019 an mehreren Orten gefeiert.
Max Eichenberger
Vertreter des Patronats- und Organisationskomitees vor dem Fährschiff «Romanshorn»: Claudius Graf-Schelling, Ernst Boos, Thomas Müller, Hermann Hess, David H. Bon, Jörg Brack, Werner Fritschi, Stefan Krummenacher. Rechts SBS-Oberkapitän Erich Hefti. (Bild: Max Eichenberger)

Vertreter des Patronats- und Organisationskomitees vor dem Fährschiff «Romanshorn»: Claudius Graf-Schelling, Ernst Boos, Thomas Müller, Hermann Hess, David H. Bon, Jörg Brack, Werner Fritschi, Stefan Krummenacher. Rechts SBS-Oberkapitän Erich Hefti. (Bild: Max Eichenberger)

Die Schweizer hatten die Nase vorn. Zwar gab es schon Bahnstrecken vom Landesinnern an den Bodensee (Winterthur – Rorschach) und die Thurtallinie nach Romanshorn. Doch die ersten Züge dem Seeufer entlang dampften zwischen Romanshorn und Rorschach. Dieser Abschnitt, betrieben damals noch von der Nordostbahn (NOB), begründete 1869 die Seelinie. Der Ausbau nach Kreuzlingen/Konstanz erfolgte mit der Eröffnung dann zwei Jahre später. Mehr als zwei Jahrzehnte verstrichen, ehe man auf deutscher Seite zunächst zwischen Lindau und Friedrichshafen Zug fahren konnte.

Jubiläumsfest im Mai 2019

Den damaligen Aufbruchsgeist am internationalen Bodensee mit der Bahnreschliessung und des Gütertrajektverkehrs über den See lässt das am ersten Mai-Wochenende 2019 geplante Jubiläum «150 Jahre Seelinie und Trajekt» aufleben: «Es soll unter dem Motto Vision stehen. Wir wollen nämlich im Rahmen der Feierlichkeiten nicht nur zurückschauen, sondern auch vorwärts und einen neuen Pioniergeist wecken», betont Marketing- und Kommunikationsleiter Werner Fritschi von der Thurbo AG.

Thurbo betreibt seit dem Jahr 2002 die Seelinie. Auch das ein Novum in der Verkehrsgeschichte: Das SBB-Monopol war mit der Abtretung an eine private Gesellschaft politisch gewollt aufgebrochen worden. «Die Bahnlinie ist eine wichtige Lebensader entlang des Sees und weiter bis Schaffhausen», sagt Fritschi. Wirtschaftlich, aber auch touristisch, «obwohl wir die ganz grossen Leuchttürme wie am nördlichen Ufer nicht haben». Dafür gebe es parallel zur Bahn auf der ganzen Länge Schiffsstrecken auf dem See und dem Rhein. Zudem führten dem südlichen Seeufer entlang Rad- und Wanderwege. Über die Bahnknoten werde der See und damit vorwiegend der ländliche Raum zudem über die Wirtschaftszentren erschlossen und umgekehrt.

Warum der Bodensee ein Süsswassersee ist

Der Bodensee trennt zwar, er verbindet aber auch. Visionär und von verkehrshistorischer Bedeutung war ebenfalls der 1869 eingeführte Gütertrajektverkehr über den See zwischen Romanshorn und Friedrichshafen. Güterwagen waren ursprünglich noch auf Kähnen hin- und herübergeschleppt worden. Später wurden sie per Dampfkraft direkt auf die mit einem Schienenstrang ausgelegten Fährschiffe gestossen. Auch mal mit zu viel Schub: So ist ein Vorfall von 1936 legendär, als ein randvoll mit Zucker befüllter Güterwagen in den Hafen plumpste. Seither sei, so sagt man, das Schwäbische Meer ein Süsswassersee.

Das Jubiläumsfest

Rund um den See werden vom 3. bis 5. Mai 2019 Attraktionen an verschiedenen Festorten geboten. Dazu gibt es ein vergünstigtes Bodensee-Ticket. Die SBS wird die Eventfähre «Romanshorn» mit dem Trajekt zwischen Romanshorn und Friedrichshafen sowie Lindau und Bregenz kurzzeitig wieder erlebbar machen. Zum Güterverkehr über den See plant das Seemuseum Kreuzlingen eine Ausstellung. Thurbo lässt Sonderzüge nach Lindau verkehren. Im Romanshorn steigt ein Hafenfest «plus». Ein Symposium in Rorschach richtet den Fokus vor allem auf neue Verkehrsvisionen. Jörg Brack präsidiert ein breit aufgestelltes Organisationskomitee, alt Regierungsrat Claudius Graf-Schelling ein illustres Patronatskomitee. (me)

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