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Sechs Kandidaten wollen in die Aadorfer Schulbehörde

Zur Wahl um die drei freien Plätze in der Aadorfer Schulbehörde treten sechs Kandidaten an. Am Politstamm der CVP-Ortspartei in Guntershausen präsentierten sie sich einer rund 30-köpfigen Zuhörerschaft.
Kurt Lichtensteiger
Jasmin Frei, Patrick Neuenschwander, Andrea Holderegger und Daniel Müller bewerben sich um einen Sitz in der Behörde. Astrid Keller und Rolf Sennhauser duellieren sich ums Präsidium. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Jasmin Frei, Patrick Neuenschwander, Andrea Holderegger und Daniel Müller bewerben sich um einen Sitz in der Behörde. Astrid Keller und Rolf Sennhauser duellieren sich ums Präsidium. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Als Kronfavoritin für das Amt des Schulpräsidiums dürfte sich Astrid Keller an diesem Samstagmorgen in Guntershausen bestätigt fühlen. Das derzeitige Mitglied der Schulbehörde geniesst – mit Ausnahme der SP - nicht nur die Unterstützung der Interpartei, sondern überzeugte mit ihrem Auftritt auch die rund 30 Wählerinnen und Wähler im Mehrzweckraum.

Auf die Fragen reagierte die Angesprochene gekonnt, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie auf ihre langjährige Erfahrung bauen kann. «Den Entscheid zur Kandidatur habe ich nicht leichtfertig gefällt, denn mit dem Rollenwechsel steht eine grosse Veränderung bevor», sagt Keller. Der Schatten des Zerwürfnisses rund um den Rücktritt des Schulleiters Martin Köstli werde noch da sein, aber als Warnung dienen. In diesem Fall habe man mahnende Vorzeichen zu wenig ernst genommen und zu lange mit Massnahmen zugewartet, sagt die Ettenhauserin Keller, die gern längerfristig im Amt sein möchte.

Führungsstil und Konfliktfähigkeit

Ihrem Gegenkandidaten Rolf Sennhauser ist zugute zu halten, dass er in der verworrenen Situation eine Alternative ermöglicht. «Ich bin bipolar und habe deshalb viel Energie zum Entladen. Aber auch Fähigkeiten zu Tätigkeiten habe ich zuhauf», sagte der Aadorfer. Angesprochen auf Führungsstil und Konfliktfähigkeit, schälte sich ein Unterschied heraus: In der momentanen Lage erachtet Sennhauser eine autoritäre Führung als notwendig, derweil Keller das Vertrauen mit kooperativer und lösungsorienterter Zusammenarbeit anstrebt.

Offene Wahlchancen für die Behörde

Vorgängig bat Stephan Pfefferli, Präsident der CVP-Ortspartei Aadorf, die vier Kandidatinnen und Kandidaten für die Ersatzwahl in die Schulbehörde aufs Podium. Auch ihnen blieb genau vier Minuten Zeit, um sich ins beste Licht zu rücken. Zwei aus dem Quartett müssen über die Klinge springen. Wer dies sein wird, dürfte der Wählerschaft nicht ganz einfach fallen, wussten sich doch alle zu profilieren.
Fragen der Beteiligten und aus dem Publikum, mit denen den Protagonisten auf den Zahn gefühlt wurde, betrafen etwa die Meinung zur Klassengrösse der verschiedenen Schuleinheiten, die Abgrenzung der Kompetenzen von Schulbehörde und Schulleitung, der Umgang mit Konflikten, die berufliche Vereinbarkeit des Amtes und eine mögliche Zusammenführung von Schule und Politischer Gemeinde. Die Ersatzwahlen finden am 25. November statt.

Rücktritte nach Grabenkämpfen in der Behörde

Die derzeitigen Vakanzen in der Aadorfer Schulbehörde gehen auf den Rücktritt von Schulpräsident Martin Köstli im vergangenen Juni zurück. Grabenkämpfe innerhalb der Behörde hatten dem 64-Jährigen zugesetzt. Geplant hatte Köstli einst, bis zum Ende der laufenden Legislatur, bis 2021, im Amt zu bleiben. Nachdem er im vergangenen Frühling aber monatelang krankgeschrieben war, warf er schliesslich das Handtuch. Nicht zuletzt, weil dieser Schritt für die meisten Beobachter völlig überraschend kam, lud die Aadorfer Interpartei die verbliebenen Behördenmitglieder zu Hearings ein.
In deren Folge stellte Andreas Spring seinen Sitz per Ende Jahr zur Verfügung. Ebenfalls ihren Rücktritt eingereicht hat Astrid Keller. Indes nicht, um die Behörde zu verlassen. Vielmehr tritt zur Ersatzwahl als Schulpräsidentin an, was ohne ihren vorherigen Rücktritt als Behördenmitglied nicht möglich gewesen wäre.
Nach den Hearings im Sommer forderte die Interpartei zwar den geschlossenen Rücktritt der Behörde. Dennoch unterstützt sie nun die Kandidatur von Astrid Keller, allerdings ohne die Stimme der Sozialdemokraten. (kuo)

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