Da kommen Gemeinderäte ins Schwitzen: Das Gemeindeduell zwischen Bettwiesen und Tobel-Tägerschen hat begonnen

Am Sonntag startete das sportliche Duell zwischen Bettwiesen und Tobel-Tägerschen. Wegen des schlechten Wetters mussten die Teilnehmer der Halle turnen.

Christoph Heer
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An der gemeinsamen Turnstunde nahmen am Sonntagnachmittag viele Bettwiesener, Tobler und Tägerscher teil. (Bilder: Christoph Heer)

An der gemeinsamen Turnstunde nahmen am Sonntagnachmittag viele Bettwiesener, Tobler und Tägerscher teil. (Bilder: Christoph Heer)

Zuerst der Frühschoppen, dann die musikalische Unterhaltung mit der Musikgesellschaft Tägerschen-Tobel und dann ab in die Turnhalle. Sportdress montiert und los geht’s mit dem Gemeinde Duell Bettwiesen gegen Tobel-Tägerschen. Eine Woche lang werden von beiden Einwohnerschaften Bewegungsminuten gesammelt, dem Sieger winken Ruhm und Ehre, sowie ein Znüni und ein Apéro, gesponsert von der Verlierergemeinde.

Infolge des schlechten Wetters turnten Gross und Klein nicht auf dem Tobler Sportplatz, man zügelte in die Turnhalle, die sich äusserst gut gefüllt hat. Die Stimmung ist hierbei besonders gut, steht doch der Spass an der Sache im Vordergrund. Die Gemeindepräsidenten Patrick Marcolin (Bettwiesen) und Rolf Bosshard (Tobel-Tägerschen) turnten dabei wie junge Hüpfer; klar manchmal etwas unbeholfen bei gewissen Choreografien, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Noch ein Selfie ohne Schweissperlen, ehe die gemeinsame und einstündige Turnstunde los geht.

Noch ein Selfie ohne Schweissperlen, ehe die gemeinsame und einstündige Turnstunde los geht. 

Daneben hüpft sich die Bettwieser Gemeindeschreiberin Corinne Oertig in Ekstase, während es ihr Gemeinderat Marc Steiner etwas gemütlicher nimmt und sich wohl deshalb ganz zuhinterst eingereiht hat. Die anwesende Fitnessinstruktorin weiss ganz genau, auf was sie achten muss, wenn trainierte und untrainierte, junge und alte Turner mitmachen:

«Vor allem wollen wir in dieser einstündigen Turnstunde von allem etwas mit dabei haben. Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Spass werden wir in eine gesamte Choreografie einfliessen lassen.»

Nach dem Start zeigen sich die ersten Schweissperlen, der Spass an der Sache steht aber ebenso jedem ins Gesicht geschrieben und ein Sauerstoffzelt brauchte es nach neusten Erkenntnissen nicht. Zudem konnte nach der Turnstunde die Comedy-Akrobatikshow der Herkules genossen werden, der Muskelkater zeigt sich wohl erst am Tag danach.

Jährlich nehmen über 160 Schweizer Gemeinden und 235'000 Personen an solchen Duellen teil. Dabei werden bis zu 400'000 Bewegungsstunden erreicht. Wer von den beiden Hinterthurgauer Gemeinden als Sieger hervorgeht, wird sich am kommenden Sonntag zeigen. Die ganze Woche finden in beiden Dörfern unzählige Aktivitäten statt, die Spannung ist gross.

Weitere Informationen sowie die laufend aktualisierte Anzahl Bewegungsminuten finden sich unter: www.coopgemeindeduell.ch.