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Seeüberquerung zügelt wegen Entenflöhen seeabwärts nach Steckborn

Schwimmen im Untersee für sauberes Trinkwasser: Die Seeüberquerung des Lions Club Mannenbach-Salenstein zu Gunsten einer Spendenaktion für Arme findet am 8. Juli erstmals in Steckborn statt. Grund dafür sind Entenflöhe.
Samuel Koch
Startschuss zur ersten Seeüberquerung «swim4cleanwater» im Sommer 2016 in der Badi Ermatingen. (Bild: PD)

Startschuss zur ersten Seeüberquerung «swim4cleanwater» im Sommer 2016 in der Badi Ermatingen. (Bild: PD)

Die OK-Mitglieder des Lions Club Mannenbach-Salenstein Geri Heidelberger, Rudi Günther, Paul Hasler, Marcel Balli, Stephan Heinz, Peter Dünner sowie Eveline Schaffner von «Viva con Agua». (Bild: PD)

Die OK-Mitglieder des Lions Club Mannenbach-Salenstein Geri Heidelberger, Rudi Günther, Paul Hasler, Marcel Balli, Stephan Heinz, Peter Dünner sowie Eveline Schaffner von «Viva con Agua». (Bild: PD)

Ins Wasser steigen, schwimmen und dafür Trinkwasser für Menschen in Armut spenden. Diese Möglichkeit erhalten alle, die am 8. Juli bei «swim4cleanwater» und damit bei der dritten Seeüberquerung des Lions-Club Mannenbach-Salenstein mitschwimmen. So fliesst das Startgeld von 20 Franken sowie Spendenbeträge von Sponsoren an «Viva con Agua», das sich für Trinkwasserprojekte in Entwicklungsländern einsetzt. OK-Präsident Paul Hasler und seinen Club-Mitgliedern ist bewusst, dass Wasserversorgung nicht überall so problemlos verfügbar sei wie in der Schweiz.

«Bei den zwei bisherigen Seeüberquerungen sammelten wir je 6500 Franken für einen guten Zweck», sagt Hasler. Dabei verlief die Strecke aber jeweils von der Badi Ermatingen zur Halbinsel Reichenau und wieder zurück. Nun findet die Seeüberquerung erstmals in Steckborn statt. Die gesamte Distanz von der Westmole im Hafen Feldbach hin­über ans deutsche Ufer nach Hemmenhofen und zurück beträgt knapp zwei Kilometer. «Es kann aber auch nur die halbe Strecke absolviert werden», sagt Hasler.

Sie beissen, sterben und lösen Juckreiz aus

Der Grund für die Züglete seeabwärts nach Steckborn hat nicht etwa mit dem Panorama oder einer Aversion gegen Ermatingen zu tun, sondern mit mikroskopisch kleinen Wesen, die beissen, sterben und auf der Haut einen mühsamen Juckreiz auslösen. So ist auf dem Flyer für die dritte Seeüberquerung zu lesen: «Neue Streckenführung, ohne Entenflöhe.» Wer den Untersee kennt, wisse, «dass es bei warmen Wassertemperaturen wegen der unzähligen Schwäne im Naturschutzgebiet Wollmatingen östlich von Ermatingen Probleme mit Entenflöhen geben kann», sagt Hasler. Glücklicherweise seien in den vergangenen Jahren beim Schülerschwimmen in Steckborn keine Vorkommnisse mit Entenflöhen zu beklagen gewesen. «Zudem erfolgt der Start bereits morgens um 9 Uhr, wenn die Wassertemperatur noch kühl ist», meint Hasler.

Seeüberquerung

Nebst den besseren Voraussetzungen für die Schwimmer, sorgen die Veranstalter auch für deren Sicherheit. «Die Feuerwehr Steckborn, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, der Fischereiverein Untersee und allenfalls auch die Seepolizei werden die Schwimmer mit Booten begleiten», sagt Hasler. Alle Teilnehmer müssen zudem mindestens zwölf Jahre alt sein, bis 14 Jahre benötigt es die Begleitung der Eltern.

Rückerstattung oder Spende bei schlechtem Wetter

«Bis jetzt sind sicher schon 50 Personen dabei», sagt Hasler. Erfahrungsgemäss meldeten sich viele kurz dem Anlass oder am Tag selbst noch an. «Viele warten ab, ob das Wetter gut ist», sagt er. Sollte das Gegenteil der Fall sein, erhalten die Teilnehmer die Antrittsgebühr zurückerstattet, sofern sie das Geld nicht trotzdem karitativ spenden wollen. Im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen schwimmt Hasler bei der Seeüberquerung nicht selber mit. Er versichert aber: «Mit den Entenflöhen hat das sicher nichts zu tun.»

Für eine Welt ohne Durst

Das offene Netzwerk «Viva con Agua» (VcA) ist eine Non-Profit-Organisation, die 2006 im Hamburger Stadtteil St. Pauli entstanden ist und sich seither unter dem Motto «Eine Welt ohne Durst» für einen weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt. Die VcA-Spendengelder fliessen vor allem in Projekte des langjährig erfahrenen Schweizer Hilfswerks Helvetas. (sko)

Infos und Anmeldung unter: www.swim4cleanwater.ch

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