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Regio Wil reichte schweizweit eines der besten Agglomerationsprogramme ein

Am Donnerstagabend tagten die Delegierten der Regio Wil in Gloten. In den Räumlichkeiten der Firma Hawle fachsimpelten sie dabei hauptsächlich über das Agglomerationsprogramm der dritten Generation.
Christoph Heer
Regio-Wil-Präsident Guido Grütter berichtet über den aktuellen Stand des Projektes Wil West. (Bild: Christoph Heer)

Regio-Wil-Präsident Guido Grütter berichtet über den aktuellen Stand des Projektes Wil West. (Bild: Christoph Heer)

Die Regio Wil mit ihren 22 Gemeinden hat bereits zwei Agglomerationsprogramme entwickelt und eingereicht. Beide sind für die wirtschaftliche Entwicklung, die örtliche Konzentration von Industrie sowie Gewerbeflächen und zur Verbesserung des Verkehrs von Bedeutung.

«Es wurde jahrelang mit viel Aufwand und einem hohen Detaillierungsgrad sowie in einer bemerkenswerten Vielfalt von Themenstellungen geplant.» Guido Grütter, Präsident von Regio Wil, erläuterte weiter, dass es bis anhin eine eher politische Angelegenheit war. «Die Agglomerationsprogramme sind aber keinesfalls nur ein Politikerprojekt, obschon wir bis anhin für die ganze Planung zuständig waren.» Aber schlussendlich gehe es um das Miteinander zwischen den Gemeinden, der Wirtschaft und allen weiteren Involvierten. «Denn unser Ziel definiert sich darin, dass wir unsere Wohn- und Aufenthaltsqualität erhalten und auch fördern.» Grütter betonte am Donnerstagabend an der 15. Delegiertenversammlung von Regio Wil, dass die Signale vom Bund überaus positiv zu werten seien.

«Das aktuelle Agglomerationsprogramm dritter Generation wurde in der Vorprüfung und unter Berücksichtigung von 32 weiteren schweizweiten Programmen als eines der Besten taxiert», sagte Guido Grütter. «Somit dürfte unser Programm den nahezu höchstmöglichen Anteil aus dem Geldtopf des Bundes erhalten.» Innerhalb des Agglomerationsprogramms wird der Entwicklungsschwerpunkt ESP Wil West als Herzstück visioniert. Das besagte Projekt könnte mit einem neuen Autobahnanschluss sowie der Entwicklung und Erschliessung des neuen Wirtschaftsgebietes zwischen Wil, Sirnach, Gloten und Münchwilen für tausende neue Arbeitsplätze sorgen. Vom Bund könnten hierfür 37 Millionen Franken gesprochen werden.

«Es liegt nun an uns, an die Öffentlichkeit zu treten», sagte Grütter. «Für die Umsetzung unserer Massnahmen und Vorhaben braucht es breite Unterstützung und die Einwohnerschaft. Überzeugen müssen wir jetzt vor Ort, dort wo das Leben stattfindet.»

Gegen die Zersiedelung

Wil West soll eine wirksame Lösung im Kampf gegen die Zersiedelung sein. In den nächsten 25 Jahren soll der Entwicklungsschwerpunkt ESP Wil West zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort an bester Lage ausgebaut werden und der gesamten Region einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen. Mit der Realisierung von Wil West setzen die beiden Kantone Thurgau und St. Gallen ein entscheidendes Signal für die langfristige volkswirtschaftliche Stärkung und Positionierung der gesamten Region.

Gleichzeitig wird durch die Konzentration von Neuansiedlungen und Betriebserweiterungen von bestehenden lokalen Unternehmen auf einem zentralen Areal einer weiteren Zersiedlung der Landschaft in den Gemeinden entgegengewirkt. Ein eminent wichtiger Punkt wird der öffentliche Verkehr sein, die Kostenschätzung für alle geplanten Infrastrukturprojekte wird dahingehend mit bis zu 132 Millionen Franken beziffert.

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