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Nationalturner bringen Schweizer Tradition auf die Weltbühne

An der Gymnaestrada in Dornbirn beweisen zahlreiche Thurgauer Nationalturner ihr Show-Potenzial. Zum Programm gehörten unter anderem Schwingerhosen und Melchstühle. Interessant: Die teilnehmenden Frauen waren erstmals in der Überzahl.
Philippe Keller
Die Eidgenössischen Nationalturner – vorwiegend aus dem Thurgau – zeigen an der Gymnaestrada in Dornbirn eine akrobatische Darbietung. (Bild: PD)

Die Eidgenössischen Nationalturner – vorwiegend aus dem Thurgau – zeigen an der Gymnaestrada in Dornbirn eine akrobatische Darbietung. (Bild: PD)

Am Samstag endete das grösste Turnfest der Welt, die 16. Gymnaestrada im österreichischen Dornbirn. Mit dabei war auch die gemischte Gruppe des Eidgenössischen Nationalturnverbandes unter der Leitung von Markus Thomi. Sie bestand hauptsächlich aus Turnern von Thurtaler Vereinen und aus Zihlschlacht.

Schwingerhosen, Edelweisshemd und Melchstühle: Der Auftritt der Schweizer Nationalturner hätte schweizerischer fast nicht sein können. Mehr bekannt für stiebende Kämpfe im Sägemehl und Disziplinen wie Steinwerfen oder Steinstossen, beweisen sie in Dornbirn auch ihr Show-Potenzial. Erfrischend unterhaltsam, mit witzigem Charme angereichert, kam der Auftritt beim Publikum sehr gut an. Im selben Block mit der kantonalen Gruppe Züri Fit und dem TV Egg präsentierten die 46 Turnerinnen und Turner im Team der Nationalturner das Motto «Suisse Tradition, Move&Dance» ideenreich auf der internationalen Bühne.

Über 30 Jahre nach der
 Premiere immer noch dabei

«Diese Gruppe bildet sich alle vier Jahre von Neuem und wird nach der Gymnaestrada wieder aufgelöst», sagt Leiter Markus Thomi. Für das langjährige Vorstandsmitglied des Thurgauer Nationalturnverbandes ist es schon die achte Teilnahme am Weltturnfest – zum vierten Mal in der Funktion als Hauptleiter. «Es ist einfach eine coole Sache», freut er sich. Auch beim achten Mal und über 30 Jahre nach seiner Premiere, ist ihm die Begeisterung noch immer anzusehen. «Es wird für mich zwar immer strenger», fügt er lachend an.

Thomi ist es auch zu verdanken, dass sich die Mitglieder seiner Gruppe alle vier Jahre wieder für eine gemeinsame Sache treffen. So sind seit Jahren Turner aus den Vereinen in Wigoltingen, Märstetten, Müllheim, Pfyn und Zihlschlacht dabei. Es gibt zwar einige abtretende Turner, aber auch immer wieder Neuzugänge zu dieser Gruppe. Die älteren ziehen jeweils die jüngeren mit hinein.

Zwei Schaffhauser Gästeturner liessen sich nur zur Teilnahme bewegen, weil man ihnen einen Auftritt am Barren versprochen hat. So konnte der Schaffhauser Gast Simon Schudel seine Barrenqualitäten in einer kurzen Einlage unter Beweis stellen. Bereut haben aber weder Schudel noch sein Kollege ihren Entschluss, Teil der Gymnaestrada-Delegation zu sein. «Man kann es sich gar nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Die Gymnaestrada hat definitiv Suchtpotenzial.» Davon sind auch die teilnehmenden Frauen überzeugt, die bei der Gruppe der Nationalturner zum ersten Mal in der Überzahl waren. Nebst insgesamt drei Auftritten, verteilt über die vergangene Woche, blieb den Ostschweizern auch noch Zeit für das Bestaunen unzähliger Auftritte von Turngruppen aus insgesamt mehr als 60 Ländern.

Der Blick geht schon
 nach Amsterdam

Nach der Gymnaestrada-Woche mit bester Stimmung und überdurchschnittlich vielen Zuschauern aus der Schweiz ging auch ein Turnerjahr mit etlichen sonntäglichen Trainings und gemeinsamen gemütlichen Stunden zu Ende. Einige freuen sich bereits auf das nächste weltgrösste Turnfest im Jahr 2023 in Amsterdam.

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