Der Schwarzspecht wird Thurgauer Wildtier des Jahres 2019

Der Thurgauische Tierschutzverband will die öffentliche Aufmerksamkeit auf einen selten Vogel richten. Der Schwarzspecht baut Höhlen, die auch andere Tiere nutzen.

Thomas Wunderlin
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Das Wildtier des Jahres des Tierschutzverbands. (Bild: PD)

Das Wildtier des Jahres des Tierschutzverbands. (Bild: PD)

Der Thurgauische Tierschutzverband (TTSV) hat den Schwarzspecht zum Wildtier des Jahres 2019 gewählt. Obwohl die Anzahl der Schwarzspechte im Kanton Thurgau eher zugenommen hat, bedeutet dies laut einer TTSV-Mitteilung nicht, dass er häufig vorkommt.

Der Schwarzspecht hat ein schwarzes Gefieder, die Männchen mit einem roten Scheitel, die Weibchen mit einem roten Fleck am Hinterkopf und einem elfenbeinfarbenen Schnabel. Er ist zirka 40 bis 46 Zentimeter gross und ein Einzelgänger.

Alle drei bis sieben Jahre eine neue Höhle

Der grösste in der Schweiz heimische Specht nimmt im Ökosystem Wald eine wichtige Rolle als Höhlenlieferant ein. Er erstellt alle drei bis sieben Jahre eine neue Schlaf- und Bruthöhle in alten Buchen oder Tannen. Die verlassenen Höhlen dienen Baummardern, Siebenschläfern, Fledermäusen, Hornissen und Käfern als Bruthöhle, Futterversteck oder Schlafplatz.

Eine Möglichkeit, den Schwarzspecht-Bestand stabil zu halten oder sogar zu vergrössern, ist die Erhaltung von Totholz in den Wäldern. Dieses ist ein wichtiger Futterplatz für den Schwarzspecht. Er ernährt sich von Ameisen, Käfern sowie deren Larven, welche er mit seiner langen, mit Widerhäkchen versehenen Zunge aus den Gängen im Totholz stochert.