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Schwarze Zahlen für Weisse Flotte auf Untersee und Rhein

Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) hat die finanzielle Trendwende geschafft. Trotz schwierigem Geschäftsjahr mit anhaltendem Niedrigwasser steht unter dem Strich ein positives Ergebnis.
Samuel Koch
Verwaltungsratspräsident Roger Forrer führt in der Mehrzweckhalle Schanz durch die Generalversammlung. (Bild: Andrea Stalder)

Verwaltungsratspräsident Roger Forrer führt in der Mehrzweckhalle Schanz durch die Generalversammlung. (Bild: Andrea Stalder)

Obwohl es draussen Bindfäden regnete, passten die meteorologischen Verhältnisse für einmal. «Schön, dass Sie bei diesem Schiffwetter den Weg hierher gefunden haben», begrüsste Roger Forrer, Verwaltungsratspräsident der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh), am Montagnachmittag die 275 anwesenden Aktionäre in der Mehrzweckhalle Schanz in Stein am Rhein.

Lacher machten die Runde, ehe der Schaffhauser Regierungsrat Martin Kessler in seiner Rede ergänzte, dass die aktuelle Wettermisere ja auch den URh-Schiffen zugutekomme. Durch den Regen könne sich der Pegel des Rheins erholen und somit eine Saison wie 2018 verhindert werden. Wegen grosser Trockenheit konnten die Schiffe der Weissen Flotte über 80 Tage nicht zwischen Diessenhofen und Stein am Rhein verkehren.

Trotz schwierigem Jahr mit anhaltendem Streckenunterbruch und einer Einbusse bei den Passagierzahlen (minus 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr) steht in der Rechnung 2018 ein Gewinn von rund 12'000 Franken, bei einem Gesamtaufwand von rund 4,88 Millionen Franken.

Strukturelles Defizit flussabwärts geschickt

Roger Forrer, Verwaltungsratspräsident der URh. (Bild: Andrea Stalder)

Roger Forrer, Verwaltungsratspräsident der URh. (Bild: Andrea Stalder)

Roger Forrer zog das Jahr 2015 als Vergleich hinzu, als die Schiffe letztmals wegen eines trockenen Sommers nicht durchgehend zwischen Kreuzlingen und Schaffhausen verkehren konnten. Damals schrieb die URh noch ein Minus von knapp einer halben Million Franken. «Vor ein paar Jahren mussten wir uns im Verwaltungsrat noch übers Bilanzdeponieren unterhalten», sagte Forrer. Jetzt sei das Unternehmen – auch dank der umfangreichen Sanierungsmassnahmen – wieder voll auf Kurs.

«Wir sind finanziell gut aufgestellt. Das haben wir auch all unseren tatkräftigen Mitarbeitenden zu verdanken.»

Bei einem genaueren Blick in die letztjährigen Geschäfte zeigt sich, dass der Umsatz zwar leicht zurückgegangen ist. «Wir haben aber gerade bei den Spezialfahrten zulegen können», sagte URh-Geschäftsführer Remo Rey. Zudem habe die URh trotz Einsparungen beim Personal auch Investitionen tätigen können, «etwa bei einer Fahrplanstudie oder Systemanschaffungen, um für die Zukunft gewappnet zu sein».

Die trotz Schiffwetter anwesenden Aktionäre sagten einstimmig Ja zur Rechnung 2018 sowie zur Entlastung des gesamten Verwaltungsrates, der mit dem Ausscheiden des langjährigen Martin Vogel eine Vakanz neu zu besetzen hatte. Vor der obligaten Rundfahrt mit einer Matrosenwurst blieben ernsthafte Fragen der Aktionäre aus.

Forrer übergibt später, Lorenzato neu gewählt

Trotz seines Rücktritts als Stadtpräsident von Steckborn per Ende Mai bleibt Roger Forrer der URh als Verwaltungsratspräsident zumindest noch bis ins Jahr 2020 erhalten. Vieles deutet daraufhin, dass dann mit Sönke Bandixen, Stadtpräsident von Stein am Rhein, der aktuelle URh-Vizepräsident Forrers Erbe antreten wird, zumal das Verwaltungsratspräsidium im siebenköpfigen Gremium zwischen den Kantonen Thurgau und Schaffhausen als Hauptaktionäre jeweils alterniert. Für den zurückgetretenen Schaffhauser Martin Vogel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaffhauser Kantonalbank, folgt nun Bruno Lorenzato in den URh-Verwaltungsrat. Der aktuelle Gemeindepräsident von Salenstein schaffte die Wahl an der Generalversammlung einstimmig. (sko)

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