Der Thurgauer Verbandspräsidnet schlägt vor: Coiffeure und ihre Kunden sollen Masken tragen

Die Thurgauer Coiffeurbranche bereitet sich auf die Zeit nach dem Corona-Lockdown vor. Der Präsident des Thurgauer Verbandes meldet sich zu Wort.

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Ab Montag dürfen auch im Thurgau wieder Haare geschnitten werden.

Ab Montag dürfen auch im Thurgau wieder Haare geschnitten werden.

(Bild: Gaetan Bally / KEYSTONE)

(red) Thurgau Am 27. April dürfen die Thurgauer Coiffeurgeschäfte wieder öffnen. Über die Schutzmassnahmen, die getroffen werden müssen, entscheiden die zuständigen Behörden in den nächsten Tagen. Das schreibt der Verband Coiffure Suisse Thurgau in einer Mitteilung.

Andrea Giorgio Gagliardi präsidiert seit vier Jahren die Thurgauer Sektion, zu der 88 Verbandsgeschäfte zählen. Dazu kommen laut seiner Schätzung rund 300 Betriebe im Kanton, die nicht dem Verband angehören. Gagliardi erachtet es am sichersten, wenn die Coiffeuse oder der Coiffeur sowie die Kundin oder der Kunde eine Maske tragen. Die Kunden sollten diese im Geschäft erhalten. Der Verband hat seinen Mitgliedern bereits eine Liste mit Anbietern von verschiedenen Produkten wie Schutzmasken und Desinfektionsmitteln vorgelegt.

Geduld ist gefragt

Er appelliert an die Geduld der Kundinnen und Kunden. Vor allem zu Beginn. Denn es werde zu einem grossen Ansturm kommen. Wichtig ist dem Präsidenten, dass die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Dazu gehört der genügend grosse Abstand zwischen den Arbeitsplätzen. «Damit dieser eingehalten werden kann, bleibt kleineren Salons wohl keine andere Möglichkeit, als je einen Platz frei zu lassen oder einen Schichtbetrieb einzuführen», wird Gagliardi in der Mitteilung zitiert.

Die vergangenen sechs Wochen haben die Thurgauer Salons vielfältig genutzt. So wurden Wände gemalt, der Frühlingsputz intensiviert und das Lager optimiert. Laut Mitteilung hielt man Kontakte mit Mitarbeitenden und Kunden. Die Lernenden unterstützte man bei den Vorbereitungen auf die bevorstehende Lehrabschlussprüfung. Gagliardi rechnet nicht damit, dass es in seiner Branche zu Entlassungen kommt.

Dankbar sind er und seine Berufskollegen laut Mitteilung für die Geduld ihrer Kunden und für die Unterstützung in Form vom Kauf von Gutscheinen und von Produkten.