Schulgemeinde Diessenhofen stimmt 2020 über die 12 Millionen für Projekt «Zentrum» ab

Trotz hoher Investition in den nächsten Jahr muss die Volksschulgemeinde Region Diessenhofen den Steuerfuss nicht erhöhen.

Dieter Ritter
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Die Bauarbeiten am Ersatzbau Letten sind im vollen Gange. (Bild: Dieter Ritter)

Die Bauarbeiten am Ersatzbau Letten sind im vollen Gange. (Bild: Dieter Ritter)

Schulpräsident Hansrudolf Stör.  (Bild: pd)

Schulpräsident Hansrudolf Stör.  (Bild: pd)

Die Volksschulgemeinde der Region Diessenhofen (VSGDH) rechnet für 2020 mit einem Verlust von 305090 Franken. Trotz diesem Rückschlag schlägt die Schulbehörde vor, den Steuerfuss unverändert auf 97 Prozent zu belassen. Die 53 am Montag in der Rhy-Halle erschienenen Stimmbürger genehmigten das Budget und den Steuerfuss ohne Gegenstimme.

Gabriela Brütsch erläuterte das Budget und den Finanzplan. Sie ist in der Schulbehörde zuständig für Finanzen. Brütsch erklärte, warum für 2020 ein Verlust zu erwarten sei. Hauptgrund seien höhere Personalkosten. Vom Gesamtaufwand von rund 16 Millionen Franken sind die Personalkosten mit 12 Millionen Franken der mit Abstand grösste Posten.

Zwei zusätzliche Kindergärten

Die Personalkosten wurden für 2020 gegenüber dem Budget 2019 um 3,5 Prozent oder rund 400000 Franken höher veranschlagt. Dies, weil der Schulsozialdienst um eine 60-Prozent-Stelle aufgestockt wird und weil die VSGDH in Basadingen und Schlatt je einen zusätzlichen Kindergarten führt.

Rund 353000 Franken sind für Anschaffungen vorgesehen, das sind 92000 Franken mehr als im Budget 2019. Sie verteilen sich auf alle Schulstandorte. Den Mehraufwendungen steht ein Anstieg der direkten Schulsteuern um 895000 Franken (vier Prozent) gegenüber.

Steuerfuss bleibt bei 97 Punkten

Die Einnahmen aus dem Finanzausgleich des Kantons werden im Jahr 2020 gegenüber dem Budget 2019 voraussichtlich um 248'000 Franken tiefer ausfallen. Der Steuerfuss bleibt auch im Finanzplan für die Jahre 2020 bis 2025 bei 97 Prozent. Geplant sind Investitionen von rund 16 Millionen Franken. Davon entfallen 13 Millionen auf den Neubau des Schulhauses Zentrum. «Darüber werden wir nächstes Jahr an der Urne entscheiden», erklärte Schulpräsident Hans Rudolf Stör.

Deutschförderung schon ab der Kita

Unter dem Traktandum Verschiedenes kam die Organisation des «Deutsch als Zweitsprache» (DaZ) zur Sprache. Bobby Weggenmann, Schulleiter Förderbereich, sprach über die Umsetzung von DaZ im Rahmen der VSGDH. 91 Kinder, davon 42 Kindergärtler, die aus sprachlichen Gründen dem normalen Unterricht nicht folgen können, werden von speziell geschulten Leuten betreut. 200 Stellenprozente sind dafür vorgesehen.

«Wir bieten unsere Unterstützung bereits in der Kita an, und es gibt Sprach-Spielgruppen. Je früher wir beginnen, desto schneller können die Kinder wieder in die Normalklassen gehen. Wir sind stolz auf unser fortschrittliches Angebot», sagte Weggenmann.