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Schulfusion zwischen Hüttwilen und Nussbaumen ist vorerst vom Tisch

Die Diskussion am Informationsanlass zur engeren Zusammenarbeit zwischen den beiden Primarschulgemeinden Hüttwilen und Nussbaumen stellte klar: Die Behörden wollen Synergien nutzen, eine Fusion streben sie aber nicht an.
Claudia Koch
Hüttwilens Schulpräsidentin Natascha Maier, Nussbaumens Schulpräsidentin Diana Sterkman und Hüttwilens Schulbehördenmitglied Bruno Fink gehen auf Fragen aus dem Plenum ein. (Bild: Claudia Koch)

Hüttwilens Schulpräsidentin Natascha Maier, Nussbaumens Schulpräsidentin Diana Sterkman und Hüttwilens Schulbehördenmitglied Bruno Fink gehen auf Fragen aus dem Plenum ein. (Bild: Claudia Koch)

Vor rund einem Jahr forderte eine Bürgergruppe die Schulgemeinden Hüttwilen und Nussbaumen auf, eine engere Zusammenarbeit zu prüfen. Am Infoanlass vom Dienstagabend nun präsentierten die beiden Schulgemeinden die Auswertung.

Diana Sterkman, Schulpräsidentin von Nussbaumen, wies mit Bruno Fink, Schulbehördenmitglied von Hüttwilen, auf die Gemeinsamkeiten hin: «Beides sind ländliche Schulen, in denen der Kontakt zwischen Eltern, Schulbehörden und Lehrpersonen sehr gut läuft.» Unterschiede sind primär in der Zahl der Schüler – in Hüttwilen sind es rund 110, in Nussbaumen rund 60 – auszumachen.

Drei Arbeitsmodelle erarbeitet

Auf die Frage, wo die Schulgemeinden Synergien nutzen, konnte Fink viele Beispiele nennen: «Die Schulleitungen treffen sich regelmässig, die Lehrerschaft hospitalisiert sich gegenseitig, und Anlässe wie der Sporttag werden gemeinsam organisiert.»

Aus diesen Aspekten haben die beiden Schulgemeinden drei Zusammenarbeitsmodelle erarbeitet: Erstens bleiben die beiden Schulgemeinden eigenständig und nutzen Synergien. Zweitens fusionieren die Behörden zu einer, die beiden Standorte aber bleiben bestehen. Und drittens fusionieren sie zu einer Behörde an nur einem Standort. Sterkman sagte:

«Für Nussbaumen wäre eine Fusion mit nur einem Standort keine Lösung.»

Für Hüttwilen hingegen wäre eine Fusion mit einem Standort langfristig anzustreben. Nach der Präsentation der Vor- und Nachteile durften die knapp 40 Gäste ihr Lieblingsmodell wählen. 18 sprachen sich für das erste Modell aus, 15 könnten sich eine Fusion mit zwei Standorten vorstellen. Das dritte Modell ging leer aus.

Klarer Auftrag für Behörde fehlt

Ein Votant lobte die Arbeit der Schulgemeinden. Er bezweifelt aber, ob der Zeitpunkt für eine Fusion richtig ist:

«Es gibt weder politischen noch finanziellen Druck.»

Ein weiterer Votant möchte, dass auch die Sicht der Bevölkerung abgefragt wird. «Der Wegfall einer Schule hätte einen Einfluss auf den Charakter eines Dorfes», sagte er. Zum weiteren Vorgehen sagte Hüttwilens Schulpräsidentin Natascha Maier: «Die Schulbehörde hat keinen klaren Auftrag. Die Bürgergruppe müsste einen Antrag stellen.»

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