Schule aktualisiert Gemeindeordnung: Jugendliche und Ausländer sind an Gemeindeversammlung willkommen

Ein Jahr nach der Politischen Gemeinde zieht die Schulgemeinde Münchwilen nach: Die Schulbehörde überarbeitet ihre Gemeindeordnung.

Roman Scherrer
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Der Münchwiler Schulpräsident Lukas Weinhappl leitet die Gemeindeversammlung.

Der Münchwiler Schulpräsident Lukas Weinhappl leitet die Gemeindeversammlung.

(Bild: Christof Lampart, 27. November 2019)

Noch kein Jahr ist es her, seit die Münchwiler Stimmbürger die neue Gemeindeordnung der politischen Gemeinde abgesegnet haben. Dies ist mit ein Grund, weshalb nun auch die Schule ihre Gemeindeordnung aktualisieren will. Darin soll nämlich – analog der politischen Gemeinde – die sogenannte beratende Mitwirkung aufgenommen werden. Sprich, Jugendliche ab 16 Jahren und niedergelassene Ausländer sollen an den Versammlung der Schulgemeinde teilnehmen und dabei ihre Interessen vertreten können, allerdings ohne Stimmrecht. «Aus Sicht der Schulbehörde macht diese Angleichung Sinn, weil die politische Mitwirkung von Jugendlichen und ausländischen Eltern auch in der Volksschulgemeinde willkommen ist», schreibt Schulpräsident Lukas Weinhappl in den Gemeindenachrichten.

Ein weiterer Grund für die Aktualisierung sei die Regelung über Gebühren und Tarife. So soll festgehalten werden, dass die Schulbehörde die konkreten Beiträge festlegt, etwa für die Raummiete oder Lagerkostenbeiträge. Indes genehmigt die Gemeindeversammlung «den Adressatenkreis und den Gegenstand der Abgabe» stillschweigend, sollten Stimmbürger nicht insistieren. Die neue Schulgemeindeordnung macht zudem aus der reinen Rechnungs- eine Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission, welche auch prüfen darf, ob die Schulbehörde ihre Kompetenzen einhält. Die Abstimmung über die neue Schulgemeindeordnung soll an der Versammlung vom 2.Dezember erfolgen.