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Nach Rücktritt des Aadorfer Schulpräsidenten: Behörde muss bei Interpartei antraben

Zwei Wochen nach dem überraschenden Rücktritt von Schulpräsident Martin Köstli geht die SVP Aadorf in die Offensive. Die Partei bringt die Einheitsgemeinde ins Spiel und schliesst Rücktrittsforderungen an die verbleibenden Behördenmitglieder nicht aus.
Olaf Kühne
Ein Bild aus besseren Tagen: Die Aadorfer Schulbehörde mit Astrid Keller, Martin Köstli, Sandra Gansner Lienau, Andreas Spring und Nino Heider stösst am 12. Februar 2017 auf die Gesamterneuerungswahl an. Schulpräsident Köstli ist vor zwei Wochen überraschend zurückgetreten. (Archivbild: Olaf Kühne)

Ein Bild aus besseren Tagen: Die Aadorfer Schulbehörde mit Astrid Keller, Martin Köstli, Sandra Gansner Lienau, Andreas Spring und Nino Heider stösst am 12. Februar 2017 auf die Gesamterneuerungswahl an. Schulpräsident Köstli ist vor zwei Wochen überraschend zurückgetreten. (Archivbild: Olaf Kühne)

SVP-Präsident Ueli Graf

SVP-Präsident Ueli Graf

«Wir suchen immer noch den Durchblick», sagt Ueli Graf. Der Interimspräsident der SVP Aadorf spricht den überraschenden Rücktritt von Schulpräsident Martin Köstli an, welchen dieser vor zwei Wochen bekanntgab (unsere Zeitung berichtete) – und insbesondere Köstlis damalige Begründung. Grabenkämpfe innerhalb der Schulbehörde hätten seiner Gesundheit zugesetzt, sagte Köstli.

«Wo läuft dieser Graben durch?», will Ueli Graf wissen – und: «Gibt es zwei Fraktionen oder mehr?» Es sind Fragen, die offensichtlich nicht nur die SVP beschäftigen. Für die Ersatzwahl und die vorhergehende Kandidatensuche spielt die Interpartei, das gemeinsame Organ der Ortsparteien, eine massgebliche Rolle. Und bei ihr müssen die vier verbleibenden Schulbehördenmitglieder am kommenden Donnerstag zu einem Hearing antraben. Je nach Resultat dieser Anhörung schliesst Graf nicht aus, dass seine SVP danach gar den geschlossenen Rücktritt der Behörde fordern wird. «Es bringt nichts, wenn wir jetzt Ersatz für Martin Köstli suchen», sagt er, «und dann nach einem Jahr dennoch wieder vor einem Scherbenhaufen stehen, weil die internen Probleme der Behörde noch immer nicht gelöst sind.»

In ihrer gestern verschickten Medienmitteilung bringt die SVP Aadorf zudem einen Lösungsvorschlag ins Spiel, den sie gar nicht als solchen verstanden haben will: die Einheitsgemeinde, den Zusammenschluss von Politischer und Schulgemeinde. «Wir sind uns natürlich bewusst, dass die Einheitsgemeinde keine Lösung für Behördenprobleme ist», sagt Graf.

Rolle in Ersatzwahl noch offen

Im Gegenteil hätten die Beispiele Sirnach und Münchwilen gelehrt, dass ein Zusammenschluss nur funktionieren könne, wenn beide Behörden dahinter stehen – und funktionieren. Tatsächlich ging in Sirnach die Bildung einer Einheitsgemeinde vor einigen Jahren problemlos über die Bühne, während in Münchwilen, wo sich die Schule dagegen stellte, das Anliegen vergangenes Jahr an der Urne klar scheiterte. «Eine Einheitsgemeinde Aadorf ist uns von der SVP ein Anliegen», sagt Graf. «Um so mehr wollen wir, dass unsere Schule wieder eine gut funktionierende Behörde erhält.»

Wie sich die SVP Aadorf in die Ersatzwahl einbringen wird, will Ueli Graf noch nicht beantworten. In den Gesamterneuerungswahlen vergangenes Jahr wollte die Ortspartei den Sitz in der Schulbehörde zurückholen, den sie durch den Parteiaustritt von Andreas Spring vor fünf Jahren verloren hatte. Die SVP-Kandidatin, Vorstandsmitglied Ria Stacher, unterlag den vier Bisherigen indes deutlich. Unter den aktuellen Vorzeichen wäre die damalige Wahl wohl weniger klar ausgefallen.

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