Schützenhilfe für Gachnang wegen Waldschulzimmer

Der Aadorfer CVP-Kantonsrat Peter Bühler reicht Einfache Anfrage zu Unterständen in Thurgauer Wäldern ein.

Stefan Hilzinger
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Der Gachnanger Schulpräsident Sven Bürgi in der Waldschule in Rosenhuben. Wegen einer Klage beim Kanton müssen die Unterstände möglicherweise abgerissen werden.

Der Gachnanger Schulpräsident Sven Bürgi in der Waldschule in Rosenhuben. Wegen einer Klage beim Kanton müssen die Unterstände möglicherweise abgerissen werden.

(Bild: Reto Martin, 19. Dezember 2019)

«Verbieten oder fördern?», fragt der Aadorfer CVP-Kantonsrat Peter Bühler in einer Einfachen Anfrage an den Thurgauer Regierungsrat, die er diese Woche eingereicht hat. Bühler will darin von der Kantonsregierung wissen, wie sie sich zu Unterständen für schulische Zwecke im Thurgauer Wald stellt.

CVP-Kantonsrat Peter Bühler.

CVP-Kantonsrat Peter Bühler.

(Bild: Olaf Kühne)

Anlass für die Eingabe war der Fall der Schulgemeinde Gachnang, die ihre Unterstände in einem Waldstück bei Rosenhuben bis September abbrechen muss (diese Zeitung berichtete). Laut Waldgesetz seien Bauten bis 40 Quadratmeter erlaubt, wenn diese als Erholungseinrichtung erstellt und das Gesuch durch öffentlich-rechtliche Körperschaften gestellt werde, schreibt Bühler.

«Unterstände im ganzen Kanton kämen in Gefahr»

Er fragt sich einerseits, was nun als Erholungseinrichtung gemeint sei und andererseits «ob Unterstände für Kindergartenklassen weniger hoch gewichtet werden sollten als Erholungseinrichtungen.» Er sei sicher, «dass es im ganzen Kanton Thurgau verschiedene Arten von Schütz- und Unterständen gibt, welche frappant in Gefahr kämen, wenn das Beispiel Gachnang Schule machen würde.»

So möchte Bühler unter anderem von der Regierung beantwortet habe, wie sichergestellt werden könne, dass nicht im ganzen Kanton  «gute und wichtige Waldprojekte von Kindergärten und Primarschulen plötzlich in Gefahr geraten aufgrund von allenfalls unbewilligten Unterständen».

Auch Jägerhütten plötzlich illegal?

Bühler fragt auch, was der Regierungsrat zu tun bereit sei, dass Schulen ihre Waldprojekte weiterhin auch bei schlechten Witterungsverhältnissen anbieten können. In seinen Fragen will Bühler auch wissen, ob möglicherweise andere Waldbenützer, etwa die Jäger, plötzlich mit nicht bewilligten Bauten konfrontiert seien und damit der Gefahr unterliegen «ihre Aktivitäten nicht weiter vorbehaltlos ausüben zu können». Der Regierungsrat hat nun zwei Monate Zeit, die Einfache Anfrage zu beantworten.